Zuerst ist es gut, einfach ruhiger zu werden.
Irgendwann ist dann nichts mehr gut.

Das Einnehmen von Medikamenten ist Teil unserer gewohnten medizinischen Versorgung. Doch manchmal nehmen Menschen viel zu viel davon. Sie verlieren die Kontrolle – und werden abhängig, beispielsweise von Medikamenten, die zur Gruppe der Benzodiazepine zählen. Die bekanntesten unter ihnen sind Valium (Diazepam), Tavor (Lorazepam), Lexotanil, Rohypnol und Midazolam. Ärzten verschreiben sie gegen Ängste, Anspannungen und Nervosität, bei Schlafmangel und gegen Muskel­schmerzen.

Und es kann passieren, dass es irgendwann nicht mehr ohne diese Medikamente sie geht.

Benzodiazepine können abhängig machen, auch wenn sie nur in der verordneten Dosierung eingenommen werden – aber das über Monate oder gar Jahre.

Schauen Sie sich bitte die folgenden Fragen an. Die Fragen beziehen sich auf ein Leben, das vom Medikamenten  bestimmt ist. Lauten Ihre Antworten häufig „JA“? Wenn Sie tatsächlich wollen, dass es so nicht weitergeht,  können Sie Ihr Leben ändern. Handeln Sie jetzt – sich selbst und Ihrer Familie zu Liebe.

  • Brauchen Sie die Medikamente, um normale Alltagstätigkeiten­ zu erledigen?

  • Nehmen Sie die Medikamente, obwohl der ursprüngliche Anlass gar nicht mehr besteht?

  • Suchen Sie inzwischen mehrere Ärzte auf, um Rezepte für Benzodiazepine zu bekommen?

Dann ist es Zeit, sich Hilfe zu holen. Um die Gesundheit zu schützen und die Freiheit zurück zu bekommen.

  • Haben Sie die verordnete Menge ohne ärztliche Anweisung erhöht?

  • Nehmen Sie vorsorglich Benzodiazepine, wenn Sie mit einer schwierigen Situation oder einer Belastung rechnen?

  • Sind Sie ängstlich, nervös und niedergeschlagen, schlafen Sie schlecht oder haben Sie Beschwerden, obwohl Sie die Medikamente nehmen?

  • Vereinbaren Sie unverbindlich einen Beratungstermin.

    Wir beraten, helfen und unterstützen Abhängige, Angehörige, Freunde, Ärzte und Arbeitgeber. Individuell. Umfassend. Vertraulich.

Es gibt nicht die eine Medikamentenabhängigkeit. Es sind 1,5 Millionen verschiedene Abhängigkeiten

Laut Schätzungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren leiden in Deutschland mindestens 1,5 Millionen Menschen an einer Abhängigkeit von Medikamenten.  Art und Verlauf der Abhängigkeit  sind individuell sehr verschieden, und auch die Therapien, welche die Abhängigkeit bekämpfen, müssen es sein.

In der Lifespring-Privatklink für Privatpatienten und Selbstzahler spielt Ihre Persönlichkeit eine große Rolle. Sie ist uns besonders wichtig. Wir finden einen Weg, der speziell für Sie zum Ziel führt. Rufen Sie uns an.

Mit unseren Ärzten und Psychologen können Sie am Telefon ausführlich besprechen, welcher Schritt jetzt für Sie der richtige ist. Oder machen Sie einen persönlichen Termin und kommen direkt Sie zu uns. Unsere Klinik in Bad Münstereifel ist ein guter Ort für ein ausführliches Beratungsge­spräch. Und Sie sehen gleich, was und wer Sie hier erwartet.

Entgiftung in Stufen und so sanft wie nur möglich

Benzodiazepine beeinflussen das zentrale Nervensystem. Sie wirken auf bestimmte Rezeptoren und machen damit Nervenzellen im Gehirn für negativ geladene Teilchen durchlässiger. Wie sehr eine Nervenzelle erregt ist, hängt von ihrer positiven Ladung ab. Das Eindringen negativ geladener Teilchen neutralisiert die Erregung. Geschieht das bei vielen Nervenzellen gleichzeitig, wirkt das dämpfend auf das zentrale Nervensystem. Sie fühlen sich entspannt und beruhigt.

Nach einiger Zeit sprechen die Rezeptoren jedoch nicht mehr so gut auf den Wirkstoff an. Viele Konsumenten erhöhen dann die Dosis. Außerdem sammeln sich manche Benzodiazepine im Körper an. Dadurch steigt die Gefahr der Abhängigkeit, ohne dass Sie die Dosis erhöhen. Setzen Sie das Medikament ab, kommt es zu Entzugserscheinungen wie Schweißausbrüchen, Angstattacken und Schlafstörungen. Ziel unserer Behandlung ist, das Absetzen der Medikamente, also den Entzug so sanft wie möglich zu gestalten.

Wie gehen wir dabei konkret vor? Zuerst ersetzen wir das Medikament, das Sie aktuell nehmen, durch Diazepam oder Clonazepam in entsprechender Dosis. Der Grund: Viele Medikamente habe eine kurze Halbwertzeit von nur wenigen Stunden.

Nach Ablauf dieser Zeit kehren die Beschwerden, vor allem die Angst, wieder zurück. Konsequenz: Sie befinden sich in einem ständigen emotionalen Auf und Ab. Bei Diazepam oder Clonazepam ist das nicht der Fall. Die Halbwertzeit beträgt rund dreißig Stunden, Sie bleiben emotional stabil. Aus dieser Stabilität heraus beginnen wir, das Medikament zu entziehen, erst in großen, dann in immer kleineren Schritten. So ist es möglich,  Krampfanfälle zu vermeiden.

Unser Ziel ist, Ihre Entgiftung außergewöhnlich sanft und frei von Leiden zu gestalten. Dabei hilft uns die Neuroelektrische Stimulation (NES). Unserer Erfahrung nach schwächt sie die Entzugssymptome ab und verkürzt den Entgiftungsprozess. Das Botenstoffsystem in Ihrem Gehirn normalisiert sich schneller, die Angstgefühle verschwinden früher und eine positive Grundstimmung stellt sich ein.

Die Dauer der Entgiftung ist individuell verschieden – bei keinem anderen Suchtmittel so sehr wie bei Benzodiazepin. Unserer Erfahrung nach beträgt sie mit Unterstützung durch NES rund vier bis sechs Wochen. Kürzere oder deutlich längere Zeiten sind jedoch möglich.

Ihre Zeit in der Therapie: Unterstützung tut gut

Um die Sucht zu überwinden und Ihr psychisches Wohlbefinden wieder herzustellen ist eine Therapie unverzichtbar. Sie dauert im günstigen Fall sechs Wochen, in der Regel drei Monate, aber auch neun Monate sind möglich. Vor allem die Unterstützung durch die Psychotherapie werden Sie dabei als wohltuend empfinden.

Ein anderer zentraler Bestandteil Ihrer Therapie wird die Rückfallprophylaxe sein.

Ein multidisziplinäres Team betreut Sie und leitet Sie an. Das Team besteht aus Ärzten, Psychiatern, Psychologen und Sucht-Coaches sowie aus  Kunst-, Musik-, Theater-, Bewegungs- und Achtsamkeitstherapeu­ten.

Was erwartet Sie in der Therapie? Einzelgespräche, in denen Sie Ihr Verhalten kennen- und ändern lernen. Gruppengespräche, in denen die Patienten zusammen zu Erkenntnissen kommen, die helfen, die Medikamentensucht zu besiegen. Sitzungen mit einem Coach, der selber abhängig war. Und viele Freizeitaktivitäten: Sie lernen wieder, für sich zu sorgen, auf sich zu achten, sich zu bewegen, sich zu engagieren. Ohne den Konsum von Medikamenten.

Auch medizinisch betreuen wir Sie während Ihres gesamten Aufenthaltes. Wir überwachen konti­nuierlich Ihre Gesundheit, behandeln Zusatzerkrankungen und helfen Ihnen dabei, Ihre körperliche Fitness wieder herzustellen. Wir behandeln Sie dazu mit Vitaminen und Spurenelementen und machen Sie vertraut mit der wohltuenden Wirkung naturheilkundlicher Verfahren.

Sorgenvolle Gedanken über die Zukunft – oder: Was passiert nach Lifespring?

Während der Therapie, die auf die Entgiftung folgt, lernen Sie alles, was Sie künftig für ein zufriedenes abstinentes Leben brauchen. Am Ende der Therapie sind viele Schritte zur Verhaltensänderung erfolgt. Sie sind auf dem Weg, aber noch nicht am Ziel. Warum? Sie müssen jetzt ihre alten Verhaltensmuster auch außerhalb der Klinik durch die neuen Verhaltensmuster ersetzen, die Sie in der Therapie gelernt haben. Machen Sie sich keine Sorgen: Dafür sind Sie gut gerüstet.

Was genau Sie in der Zeit nach Ihrem Leben in der Lifespring-Privatklinik für sich tun, erarbeiten wir gemeinsam. Wir erstellen einen ausführlichen Nachsorgeplan. Der Plan enthält eine Reihe von Hilfestellungen wie regelmäßige psychotherapeutische Einzel- oder Gruppensitzungen oder die Teilnahme an Treffen von Menschen, die abhängig von Medikamenten waren.

Wir stehen auch in Ihrem neuen Leben an Ihrer Seite. Sie können uns jederzeit anrufen und mit uns sprechen. Wir unterstützen Sie. Damit Sie auf dem guten Weg bleiben. Und erkennen: Der Weg ist das Ziel. Wenn Sie auf diesem Weg bleiben, haben Sie das Ziel erreicht.