Was aber passiert, wenn ich keinen Alkohol mehr trinke?
Setzen Sie den Alkohol ab, können Körper und Psyche mit Entzugserscheinungen reagieren.
Die Ursache dieser Symptome liegt unter anderem in der neurophysiologischen Wirkung von Alkohol, der die Aktivität bestimmter Botenstoffe dämpft.
Je nach Dauer und Intensität des Alkoholkonsums können die Entzugserscheinungen unterschiedlich stark ausfallen. Während sie bei leichtem bis moderatem Konsum oft mild verlaufen, kann ein „kalter Entzug“ bei schwerer Abhängigkeit gefährlich – und in Einzelfällen sogar lebensbedrohlich werden.
Psychische und körperliche Alkoholentzugserscheinungen:
- Zittern, Schwitzen, Übelkeit, Kreislaufprobleme
- Unruhe, Schlaflosigkeit, Herzrasen
- Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Krampfanfälle
- starke Verwirrtheit, Halluzinationen
- Reizbarkeit, Angst, depressive Verstimmungen
- Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit
Andreas Gholmié
Leitender Arzt
Alkoholsucht erkennen und Hilfe beanspruchen
«Wenn Sie merken, dass Alkohol eine zu große Rolle in Ihrem Leben spielt, lohnt sich ein genauer Blick: Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt sechs Kriterien, die auf eine Abhängigkeit hinweisen. Treffen drei oder mehr davon zu, sollten Sie sich nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Vorsatz, keinen Alkohol mehr zu trinken, ist der erste Schritt – den nächsten müssen Sie nicht allein gehen.»
Anzeichen einer Alkoholabhängigkeit nach ICD-10:
- Innerer Zwang – Sie trinken, weil Sie nicht anders können.
- Kontrollverlust – Ihre Versuche, weniger zu trinken, scheitern.
- Entzugssymptome – Ohne Alkohol treten Unruhe, Zittern oder andere Beschwerden auf.
- Steigende Menge – Um die gleiche Wirkung zu spüren, brauchen Sie immer mehr Alkohol.
- Dauerpräsenz – Gedanken und Pläne kreisen zunehmend ums Trinken.
- Trotz Folgen weitermachen – Obwohl der Alkohol schadet, fällt Ihnen der Verzicht schwer.
Sie wollen keinen Alkohol mehr trinken – wir unterstützen Sie!
Qualifizierte Entzugsbehandlung bei LIFESPRING
Qualifizierte Entzugsbehandlung bei LIFESPRING
„Ich möchte keinen Alkohol mehr trinken“ – wenn Sie das denken, sind Sie bereits auf dem richtigen Weg. Bei LIFESPRING unterstützen wir Sie professionell und empathisch mit einem integrativen Therapiekonzept, das körperlichen Entzug und psychische Stabilisierung von Anfang an miteinander verbindet.
Die qualifizierte Entzugsbehandlung bei LIFESPRING beginnt mit der medikamentös gestützten, körperlichen Entgiftung vom Alkohol. Bereits ab dem ersten Tag werden Sie zudem in ein intensives psychotherapeutisches Programm eingebunden, um die seelischen Ursachen Ihrer Abhängigkeit möglichst tiefgreifend zu erkennen und beginnend zu behandeln.
In Einzel- und Gruppentherapien sowie durch vielfältige therapeutische Methoden wie Drama-, Tanz-, Kunst- und Bewegungstherapie erhalten Sie die Möglichkeit, Ihre Abstinenz von Alkohol langfristig zu stabilisieren. Ergänzt wird das Programm durch sozio- und milieutherapeutische Interventionen, die helfen, hinderliche Verhaltensmuster zu erkennen und neue Lebensstrategien zu entwickeln. Auch achtsamkeitsfördernde Ansätze wie Yoga oder Meditation sowie emotionsaktivierende Formate wie die Dramatherapie unterstützen Sie dabei, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen.
Für eine qualifizierte Entzugsbehandlung im stationären Setting, einschließlich der körperlichen Entgiftung, empfehlen wir eine Behandlungsdauer von mindestens 28 Tagen. Diese Empfehlung orientiert sich an der S3-Leitlinie, die von der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V.) herausgegeben wird – dem Dachverband von über 180 medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften.
Wir geleiten Sie auf mehreren Ebenen zeitgleich in ein suchtfreies Leben. Bereits während der Entgiftung setzen wir den Startpunkt für die psychotherapeutische Behandlung, welche essenziell für die dauerhafte Stabilisierung und Abstinenz ist. Wir analysieren zunächst und arbeiten mit Ihnen an vielen relevanten Themen, die Sie für die Sucht haben anfällig werden lassen – damit Sie Ihrem Ziel „Ich will keinen Alkohol mehr trinken“ beim Verlassen unserer Klinik einen großen Schritt näher sind.
Unsere Suchtklinik richtet sich an Selbstzahler und Privatversicherte. Eine Kostenübernahme der qualifizierten Entzugsbehandlung durch Ihre private Krankenversicherung oder Beihilfestelle ist in vielen Fällen möglich – abhängig von Ihrem Tarif. Auch gesetzlich Versicherte können unter bestimmten Bedingungen einen Teil der Kosten erstattet bekommen. Unser Team unterstützt Sie gerne bei der Klärung der Formalitäten, damit Sie sich ganz auf Ihren Neubeginn konzentrieren können.
Nach dem Entzug ist vor dem neuen Leben. Während Ihrer Therapie bespricht unser Sozialdienst mit Ihnen passende Nachsorgeangebote in der Nähe Ihres Wohnorts – wie Psychiater, Psychologen oder Selbsthilfegruppen. So stärken Sie die Basis für einen stabilen Alltag ohne Alkohol. Haben Sie keine Angst: Sie verlassen unsere Klinik gut vorbereitet und mit dem nötigen Rüstzeug. Und bei Bedarf sind wir auch länger für Sie da.
Keinen Alkohol mehr trinken? Sie können es schaffen!
Viele Menschen vor Ihnen haben sich entschieden, ihrer Alkoholsucht nicht länger Raum zu geben – und mit unserer Unterstützung ein frisches Kapitel zu beginnen. Auch Sie können diesen Weg gehen.
Lassen Sie sich von den Erfolgsgeschichten unserer ehemaligen Patientinnen und Patienten ermutigen. Denn es ist nie zu spät für einen Neuanfang.
Fragen zum Alkoholverzicht
Wir möchten Sie von Anfang an bestmöglich begleiten. Dabei ist uns wichtig, alle Punkte zu klären, die Ihnen auf dem Herzen liegen – denn Wissen schafft Sicherheit und Klarheit. Anschließend haben wir für Sie deshalb die häufigsten Fragen rund um den Wunsch, keinen Alkohol mehr zu trinken, zusammengestellt.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Alkohol-Suchthandbuch und auf unserer Seite zur Alkohol-Suchtbehandlung. Sollten Sie darüber hinaus noch offene Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, uns direkt zu kontaktieren. Wir sind gerne für Sie da: +49 2253 543 5319
Der wichtigste Schritt: Holen Sie sich Hilfe. Allein aufzuhören kann schwerfallen und bringt ein erhöhtes Rückfallrisiko mit sich – besonders bei langjährigem Konsum. In einer spezialisierten Suchtklinik wie LIFESPRING erhalten Sie professionelle Unterstützung, ein integratives Therapiekonzept und Menschen, die wissen, was Sie durchmachen.
Das Verlangen (Craving) nach Alkohol lässt sich nicht einfach „wegdenken“. Aber es kann gezielt behandelt werden. Medikamente, Verhaltenstherapie, Stressreduktion und neue Gewohnheiten helfen, das Suchtempfinden zu regulieren. In spezialisierten Entzugskliniken wird das Verlangen umfassend angegangen: körperlich, psychisch und neurologisch.
Viele Betroffene erleben beim Absetzen von Alkohol Stimmungsschwankungen, Ängste oder Schlafprobleme – vor allem in den ersten Tagen. Das liegt daran, dass Alkohol langfristig die Botenstoffe im Gehirn verändert. Hier setzt die qualifizierte Entzugsbehandlung bei LIFESPRING an: Von Beginn an kombinieren wir Ihre körperliche Entgiftung mit intensiver Psychotherapie. Damit werden seelische Belastungen aufgefangen und tiefere Ursachen der Sucht aufgearbeitet.
Wer in Eigenregie aufhört zu trinken, geht gesundheitliche und seelische Risiken ein – besonders bei starker Abhängigkeit. Ein „kalter Entzug“ kann durch das Auftreten der seltenen, aber schweren Entzugserscheinung Delirium tremens sogar Ihr Leben gefährden. In einer spezialisierten Alkoholentzugsklinik bekommen Sie medizinische Sicherheit, begleitende Psychotherapie und einen Ort, an dem Sie sich wirklich stabilisieren und auf ein Leben ohne Alkohol vorbereiten können.
Die Kosten für eine qualifizierte Entzugsbehandlung können, je nach Tarif, von Ihrer privaten Krankenversicherung übernommen werden. Auch mit einer Versicherung in der GKV haben Sie unter Umständen Anspruch auf eine teilweise Übernahme der Kosten. Gerne beraten wir Sie persönlich zu Ihren individuellen Finanzierungsmöglichkeiten.