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Begriffsklärung „Morphin“, „Morphium“ und „Opiat“

Begriffsklärung „Morphin“, „Morphium“ und „Opiat“

Morphin

Morphin ist ein Alkaloid (organische, meist alkalische Verbindung), das aus dem Rohopium des Schlafmohns als seine natürliche Ausgangssubstanz gewonnen wird. Es stellt den Hauptwirkstoff dieses Mohngewächses dar und ist auf Grund seiner höchst schmerzstillenden Wirkung das bekannteste Opium-Alkaloid. Obwohl der Schlafmohn mit seiner heilenden und berauschenden Wirkung schon seit hunderten von Jahren genutzt wird, kam sein Hauptwirkstoff (Morphin) erst im frühen 19. Jahrhundert als Schmerzmittel auf den Markt. Vorausgegangen war der erstmals gelungene Versuch des deutschen Apothekers Friedrich Wilhelm Sertürner, Morphin zum Zwecke der gezielten Schmerzlinderung pharmakologisch zu isolieren. Unter dem Namen „Morphium“ (nach Morpheus, dem griechischen Gott der Träume, benannt) wird es seitdem in der Medizin als starkes Schmerzmittel eingesetzt. Heute bezeichnet man es meistens als „Morphin“.

Was genau passiert im Körper, wenn man Morphin zu sich nimmt? In der Medizin wird Morphin je nach Präparat als Tablette, Kapsel, Tropfen, Zäpfchen, Pflaster oder Injektion verabreicht. Was viele vielleicht nicht wissen: In Schmerz- und Stresssituationen produziert der menschliche Körper im zentralen Nervensystem selbst Opioide. Sie nennen sich Endorphine. Genau wie diese körpereigenen Endorphine binden Opioide und Opiate an die Opioid-Rezeptoren (Sinneszellen, die für die Reizwahrnehmung sorgen) an und aktivieren sie. Somit täuschen sie die schmerzstillende und euphorisierende Wirkung der Endorphine vor. Die Weiterleitung des Schmerzsignals wird so verhindert und die Schmerzwahrnehmung im Gehirn unterbunden. Die Wirkung von Morphin hält ungefähr vier bis fünf Stunden an.

Morphin hat, abgesehen von seiner schmerzstillenden Wirkung, noch einige zunächst positiv klingende Nebeneffekte. So entstehen beim Konsum des Schmerzmittels Gefühle der Zufriedenheit, Ruhe und entspannten Euphorie. Vielen gelingt es dadurch, ihre Sorgen kurzzeitig zu vergessen und abzuschalten. Doch so wie jedes andere Suchtmittel, hält auch Morphin viele negative Seiten bereit und katapultiert den Konsumenten recht schnell in eine Abhängigkeitsspirale mit starkem Gewöhnungseffekt. Die zunächst positiven Effekte schlagen nach kurzer Zeit ins Gegenteil um. Denn bleibt die nächste Dosis zu lange aus, treten schnell Entzugssymptome auf – auch der Schmerz kommt zurück. Die damit einhergehenden Beschwerden sind sowohl körperlich als auch psychisch. Sie reichen von Konzentrationsschwierigkeiten, vermehrtem Tränenfluss und laufender Nase, Durchfall, Erbrechen und Übelkeit bis hin zu Muskelschmerzen und -krämpfen, Herzrasen und unangenehmen Hautreaktionen (z.B. „Gänsehaut“, Juckreiz oder Rötungen).

Morphium

In der Regel wird „Morphium“ als Synonym für „Morphin“ verwendet. Wie oben bereits erwähnt, nannte der Apotheker Friedrich Wilhelm Sertürner den isolierten Hauptwirkstoff des Opiums, als es auf den Markt kam, „Morphium“.

Opiat und Abkömmlinge

Da den Begriffen Opiate und Opioide häufig die gleiche Bedeutung zugeschrieben wird, soll hier zunächst einmal geklärt werden, was der genaue Unterschied zwischen den beiden Substanzen ist. Opiate sind natürlich vorkommende organische Verbindungen (Alkaloide) des Opiums und werden aus Schlafmohn (Papaver somniferum) gewonnen. Opioide dagegen sind Stoffe, unter denen sowohl natürliche und körpereigene Opioide, also Endorphine und reine Opiate, als auch synthetisch oder teilsynthetisch hergestellte Opioide fallen. Letzteres können entweder Derivate (Abkömmlinge) des Morphins sein oder Substanzen mit morphinähnlicher Wirkung, die aber eine andere chemische Struktur aufweisen. Das bekannteste Morphin-Derivat ist „Heroin“ (Diamorphin). Es wurde entwickelt, um eine ähnlich schmerzstillende Wirkung zu erzielen, ohne dabei abhängig zu machen. In diesem Fall trat jedoch das genaue Gegenteil ein. Zwar war es viel stärker als Morphin, machte aber auch um ein Vielfaches abhängiger.

Man unterscheidet bei synthetisch oder teilsynthetisch hergestellten Opioiden außerdem zwischen

  • mittelstarken bzw. schwach wirksamen Opioiden, wie zum Beispiel Codein, Tramadol, Tilidin oder Dextropropoxyphen, und
  • stark wirksamen Opioiden, wie zum Beispiel Morphin, Fentanyl, Methadon und anderen morphinverwandten Substanzen wie Oxycodon oder Hydromorphon.

Dennoch haben Opioide und Opiate eine ähnliche Wirkung, sodass beide als Schmerzmittel verwendet oder als Suchtmittel konsumiert werden können.

Was ist die Morphin- oder Opiat-Tabelle?

Opioide werden als Medikamente eingesetzt, wenn nicht-opioide Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen) beim Patienten keine schmerzhemmende Wirkung (mehr) erzielen können. Da die Wirkstärke der synthetisch hergestellten Opioide häufig viel höher ist als die von Morphin, ist deren Dosierung sehr schwierig. Bereits die kleinste Ungenauigkeit kann hier – vor allem wegen der atemdepressiven Wirkung – lebensgefährlich sein. Um dies zu vermeiden und das richtige Opioid für die entsprechende Schmerztherapie zu wählen bzw. genau zu dosieren, werden die Wirkstoffe der verschiedenen Substanzen hinsichtlich ihrer schmerzstillenden Wirkung mittels einer Tabelle eingestuft. Diese Tabelle ist unter vielen Bezeichnungen bekannt – Opiat- bzw. Opioid-Umrechnungstabelle, Morphin- oder Opiat-Tabelle, aber auch Opioid-Vergleichstabelle.

Die Basis bzw. der Referenzpunkt dieses Vergleichs stellt Morphin dar. In diesem Zusammenhang spricht man auch von der „analgetischen Potenz“. Sie ist ein Maß für die schmerzstillende Wirkung des Opioids und beträgt im Falle von Morphin 1. Hat also ein Medikament eine analgetische Potenz von 2 (wie z.B. Oxycodon), muss es 2-fach niedriger dosiert werden als Morphin, um die gleiche schmerzstillende Wirkung zu erzielen. Das heißt, 1 mg Oxycodon besitzt eine ähnliche analgetische Wirkung wie 2 mg Morphin.

Wichtig: Es sei darauf hingewiesen, dass der Umgang mit dieser Tabelle bzw. ihre Nutzung fundierte medizinische Kenntnisse erfordert und nur durch Ärzte geschehen sollte. Die Angaben innerhalb solcher Tabellen beruhen auf Statistiken, Fachstudien und Literaturangaben und sind keineswegs auf jeden Patienten übertragbar.

Oft gestellte Fragen

Bei Morphin handelt es sich um eine organische, meist alkalische Verbindung (Alkaloid).
Es wird aus dem Roh-Opium des Schlafmohns gewonnen und gilt aufgrund seiner höchst schmerzstillenden Wirkung als das bekannteste Opium-Alkaloid. Unter dem Namen „Morphium“ wird Morphin in der Medizin als starkes Schmerzmittel eingesetzt.

Als Morphin, der isolierte Hauptwirkstoff des Opiums, auf den Markt kam, nannte der deutsche Apotheker Friedrich Wilhelm Sertürner ihn „Morphium“. Morphium wird heutzutage in der Regel als Synonym für Morphin verwendet.

Unter Opiaten versteht man die natürlich vorkommenden organischen Verbindungen des Opiums, welche aus Schlafmohn (Papaver somniferum) gewonnen werden.

Oft wird den sogenannten Opioiden die gleiche Bedeutung zugeschrieben – jedoch handelt es sich bei Opioiden um Stoffe, die sowohl natürliche und körpereigene Opioide (zum Beispiel Endorphine), als auch synthetisch oder teilsynthetisch hergestellte Opioide (zum Beispiel Abkömmlinge von Morphin) umfassen. Die synthetischen und teilsynthetischen Opioide werden in zwei Kategorien unterteilt: die schwach wirksamen und mittelstarken Opioide (z. B. Codein), sowie die stark wirksamen Opioide (z. B. Morphin oder Methadon). Mehr dazu

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