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Benzodiazepine Entzug

Benzodiazepine Entzug

Was bedeutet ein Entzug in der Klinik?

Ein qualifizierter Entzug in einer entsprechenden Fachklinik bedeutet vor allem Eines: gute Chancen, dauerhaft vom Suchtmittel loszukommen und wieder ein Leben ohne Abhängigkeit führen zu können. Die Erfolgsquoten sind bei Entzügen, die in Kliniken durchgeführt werden, um ein Vielfaches höher als bei Patienten, die einen sogenannten „kalten Entzug“ zu Hause versuchen. Das liegt insbesondere daran, dass Betroffene in der Klinik professionell beim Entzug begleitet werden (z.B. durch Psychotherapie, achtsamkeitsbasierte Übungen, symptommindernde Medikamente wie Beruhigungsmittel etc.) und ihnen immer ein Ansprechpartner zur Seite steht. Ein Entzug in der Klinik bedeutet aber auch, dass Patienten rund um die Uhr medizinisch überwacht werden – sodass beim Auftreten von schweren oder lebensbedrohlichen Entzugssymptomen sofort gehandelt werden kann.

Alles in allem bietet eine Entzugsklinik vielerlei Möglichkeiten, die Sucht zu bekämpfen, und bildet gleichzeitig eine gute Grundlage dafür, auch langfristig abstinent zu bleiben. Nicht zu vergessen ist gerade in diesem Zusammenhang auch der Austausch mit den anderen Patienten in der Klinik.

Ablauf des Entzugs

Der Entzug lässt sich insgesamt in vier aufeinanderfolgende Phasen unterteilen, die je nach Patient unterschiedlich lange andauern können. Eine genaue Aussage über die gesamte Dauer lässt sich daher nur schwer treffen – in jedem Fall sollte aber ein Zeitraum von einigen Wochen bis sogar Monaten eingeplant werden.

  1. Als Entgiftung bezeichnet man die Phase, in der der Körper sich von dem Suchtstoff befreit. Hier treten vor allem körperliche Entzugssymptome mit den entsprechenden möglichen Komplikationen auf, so dass diese Phase unbedingt ärztlich überwacht werden sollte. Zur Unterstützung können dem Patienten Medikamente (z.B. leichtere Antidepressiva) verabreicht werden, um die Entzugssymptome erträglicher zu gestalten. In manchen Fachkliniken findet außerdem eine Substitution statt: Das bedeutet, dass der Patient auf ein anderes, ähnliches Medikament (z.B. Clonazepam) umgestellt wird, welches aufgrund besser abstufbarer Darreichungsformen und eines günstigeren Wirkprofils (z. B. Halbwertzeit) deutlich schonender reduziert werden kann.
  2. Da eine rein körperliche Entgiftung alleine in der Regel keine dauerhafte Abstinenz verspricht und eine hohe Rückfallgefahr besteht, hat sich bereits seit vielen Jahren der sogenannte qualifizierte Entzug Hierbei wird noch während der Entgiftung mit begleitenden Therapiemaßnahmen (Psycho-, Achtsamkeits-, Bewegungstherapie u. Ä.) begonnen. Dabei geht es nicht nur um die Linderung der akuten Entzugserscheinungen, sondern auch darum, die Gründe für die Suchterkrankung (z. B. zugrundeliegende Angststörung) aufzudecken und langfristig zu verarbeiten. Ebenso lernt der Betroffene, alternative Handlungsmuster, Reaktionen oder Hilfestellungen anzuwenden, die ihn beim Auftreten von außergewöhnlichen Schwierigkeiten und Belastungen bisher dazu veranlasst hatten, das Suchtmittel einzunehmen. Durch diese therapeutisch begleitete Auseinandersetzung mit der eigenen Suchterkrankung schon während der Entgiftungsbehandlung wird die Prognose hinsichtlich einer dauerhaften Abstinenz deutlich verbessert. In der Regel zieht sich diese Phase über einen Zeitraum von etwa drei Wochen hin. Je nachdem, wie hoch die Dosis der eingenommenen Benzodiazepine vor der Behandlung war und wie das individuelle Ausdosierungschema gestaltet wird, kann sich dieser Zeitraum jedoch auch um mehrere Wochen verlängern
  3. Entwöhnungsphase, ggf. mit anschließender Adaptionsbehandlung: Nachdem die ersten Entzugssymptome evtl. schon wieder abgeklungen sind und die Psychotherapie begonnen wurde, steht in der dritten Entzugsphase die Reintegration des Betroffenen im Mittelpunkt. Langsam soll er wieder in sein soziales und berufliches Umfeld zurückgeführt werden und gleichzeitig lernen, die in der Therapie erarbeiteten Maßnahmen umzusetzen, die ihm ein Leben ohne Suchtmittel ermöglichen. Die Entwöhnungsphase ist Bestandteil der medizinischen Rehabilitation, auf die übrigens jeder Suchtkranke – sofern er die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt – gesetzlichen Anspruch hat. In der Regel nimmt sie einen Zeitraum von drei bis neun Monaten in Anspruch.
  4. Nachsorgebehandlung: Hierbei geht es darum, den Betroffenen nach Beendigung des Entzugs in der Klinik in seinem Alltag zu begleiten und dabei zu unterstützen, nicht rückfällig zu werden, sondern Erlerntes auch langfristig anzuwenden.

Wie lange dauert er?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Wie das vorherige Kapitel zum Ablauf eines Entzugs schon gezeigt hat, besteht er aus mehreren Phasen, die von jedem Betroffenen durchlaufen werden müssen. Wie lange jeder einzelne aber dafür benötigt, hängt beispielsweise davon ab, wie stark ausgeprägt die jeweilige Sucht ist, welche Probleme ihr zugrunde liegen und wie erfolgreich der Entzug in seinen einzelnen Schritten verläuft. Auch eventuell vorliegende Begleiterkrankungen spielen hierbei eine wichtige Rolle. In jedem Fall sollte aber mit einer Zeitspanne von mehreren Wochen oder gar Monaten gerechnet werden – denn ein Entzug, der auch langfristig Erfolge zeigen soll, braucht eben seine Zeit. Und die sollte man sich nehmen!

Kann der Entzug von Benzodiazepinen zum Tod führen?

Viele Suchtkranke schrecken vor allem deswegen vor einem Entzug zurück, weil sie Angst vor den auftretenden Entzugserscheinungen haben. Diese Angst kann ihnen in den allermeisten Fällen aber genommen werden – vor allem, wenn der Entzug in einer Fachklinik stattfindet: Zwar besteht in der Tat das Risiko von epileptischen Anfällen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden oder auch der Entstehung eines Delirs, doch handelt es sich bei diesen schwereren Entzugssymptomen um Zustände, deren Auftreten gut kontrollierbar ist. Durch die engmaschige medizinische Überwachung des Patienten in einer stationären Einrichtung kann auf erste Anzeichen direkt reagiert werden, sodass es in den allermeisten Fällen gar nicht erst zu solch gravierenden Symptomen kommt. Sollte es dennoch passieren, wissen die Klinikärzte, was zu tun ist.

Typische Entzugserscheinungen und Symptome

Bei Benzodiazepinen treten die Entzugserscheinungen sowohl psychisch als auch physisch auf: Neben Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Muskelbeschwerden und Kopfschmerzen kann es in seltenen Fällen auch zu epileptischen Anfällen, zu Herz-Kreislauf-Störungen oder der Entwicklung eines Delirs kommen. Dieses Risiko ist aber bei entsprechenden medizinischen Kontrolluntersuchungen vergleichsweise gering.

Zu den psychischen Symptomen zählen u.a. Schlafstörungen und Alpträume, Angst- und Panikzustände, Stimmungsschwanken oder teilweise auch psychotische Schübe. Durch Einnahme von beispielsweise sanfteren Beruhigungsmitteln kann derlei Beschwerden aber meist erfolgreich entgegengewirkt werden, sodass der Entzug für den Betroffenen deutlich angenehmer verläuft.

Erfahrungen mit Benzodiazepin-Entzug

So unterschiedlich die Hintergründe von Suchterkrankungen sind, so unterschiedliche Erfahrungen werden von Betroffenen auch beim Entzug von Benzodiazepinen häufig gemacht. Den Einen fällt er leichter, die Anderen tun sich dafür umso schwerer damit, dauerhaft auf das Suchtmittel verzichten zu können. Wer auf der Suche nach solchen Erfahrungsberichten ist, wird in diversen Internetforen wie suchtundselbsthilfe.de oder forum.suchtmittel.de fündig. Viele Patienten berichten von ihren Entzügen und tauschen sich mit anderen Suchtkranken darüber aus.

Beispielhaft dafür steht der Eintrag von Rindfleischsupp:

„Auch in der siebten Woche nach dem Absetzen von Diazepam muss ich gerade, was die Sinnesorgane angeht, noch immer dazu lernen, aber ansonsten bin ich völlig imun gegen diesen Teufel Diazepam. Ich hab völlig neue Lebensqualität entdeckt und kann mir das Leben, das ich die letzten 10 Jahre geführt habe, nicht mehr vorstellen.“

Man sollte sich beim Lesen aber darüber im Klaren sein, dass die Erfahrungen anderer nicht 1:1 auf die eigene Situation übertragbar sind – und sich deshalb auch von möglichen negativen Schilderungen oder gar „Horrorgeschichten“ auf keinen Fall abschrecken lassen, den Entzug zu wagen!

Oft gestellte Fragen

Der qualifizierte Entzug von Benzodiazepinen findet in einer entsprechenden Fachklinik statt und bietet die besten Chancen, nachhaltig abstinent zu bleiben.

Der Grund für die oft höheren Erfolgsquoten eines Klinikentzugs liegt vor allem in der professionellen Begleitung, die der Betroffene zum Beispiel mittels Psychotherapie oder symptommindernder Medikamente erhält. Patienten werden in einer Klinik rund um die Uhr überwacht, sodass im Falle schwerer Entzugssymptome sofort medizinische Hilfe zur Stelle ist. Auch der Austausch mit anderen betroffenen Patienten kann einen wichtigen Teil zur Bekämpfung der Sucht beitragen. Mehr dazu

Zu den körperlichen Symptomen eines Benzodiazepine-Entzugs gehören unter anderem Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen und Beschwerden der Muskeln. Nur selten kommt es zu epileptischen Anfällen, Herz-Kreislauf-Störungen oder der Entstehung eines Delirs.

Als psychische Erscheinungen treten beispielsweise Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Panikzustände auf.

Der Ablauf eines Entzugs besteht aus mehreren Phasen, bei denen die Dauer von Mensch zu Mensch variiert. Wichtige Faktoren stellen hier beispielsweise die Ausprägung der Sucht, die Ursachen der Abhängigkeit sowie eventuelle Begleiterkrankungen dar. Grundsätzlich geht man bei einem erfolgreichen Entzug davon aus, dass er mindestens mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nimmt – eine pauschale Aussage kann hier jedoch nicht getroffen werden.

Auch beim Entzug von Benzodiazepinen besteht das Risiko von epileptischen Anfällen, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder der Entstehung eines Delirs. Jedoch sind diese schweren Entzugssymptome gut kontrollierbar, solange sich der Patient für den Entzug in eine Fachklinik begibt. Dank einer engmaschigen medizinischen Überwachung können erste Anzeichen sofort erkannt und entsprechend darauf reagiert werden.

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