Leber entgiften Kur

Leber entgiften Kur

Wenn man nach Möglichkeiten zur Leberentgiftung sucht, wird man schnell fündig. Im Internet werden zum Beispiel eine Vielzahl an Entgiftungskuren empfohlen. Auch die Bezeichnungen „Leberreinigung“ oder „Detox-Kur“ sind geläufig. Detox steht dabei für Detoxifikation und bedeutet ebenfalls Entgiftung. Ebenso rasch stößt man in diesem Zusammenhang auf die Bewerbung von entsprechenden Detox-Präparaten. Beide, sowohl die Kurempfehlungen als auch die Entgiftungsmittel, sind mit dem Versprechen verbunden: Sie können Leber und Körper schnell, einfach und effektiv von Giften und Schadstoffen befreien. Was ist von diesem Versprechen zu halten?

Wie „funktioniert“ eine Detox-Kur, und was ist ihr Ansatz?

Eine Entgiftungs- oder Detox-Kur läuft nach aktuellem Verständnis auf nichts anderes hinaus als eine „abgespeckte“ Ernährungsweise, also eine Diät. Bei der Auswahl der Lebensmittel stehen vor allem bestimmte Getränke (z. B. Wasser – auch destilliert, Tees, Gemüse- und Obstsäfte) sowie ebenso bestimmte Kräuter, Gemüse- und Obstsorten im Vordergrund. Zu Beginn wird meistens eine Darmentleerung mithilfe von abführend beziehungsweise verdauungsfördernd wirkenden Mitteln, wie z. B. Bittersalzen, angeraten. Darüber hinaus gibt es keine fest definierten Schemata zum Beispiel hinsichtlich Dauer und Häufigkeit dieser Kuren.

Gemeinsam ist diesen Diäten allerdings der hypothetische Ansatz: Durch eine ungesunde Ernährung mit zu viel Zusatzstoffen, Fett und Zucker, durch Nikotin und Alkohol sowie durch Umweltgifte und Stress nimmt der Körper mehr schädliche Substanzen auf, als er ausscheiden kann. Diese reichern sich dann als sogenannte „Schlacken“ in den inneren Organen, dem Lymphsystem und der Haut an. Aus wissenschaftlicher Sicht bemerkenswert ist, dass es keine Aussage darüber gibt, um welche Gifte und Schadstoffe es sich im Einzelfall genau handelt. Auch konkrete Hinweise über die Zusammensetzung der Schlacken und hieraus folgend dann die genaue Art des Abbaus sucht man vergebens.

Die Idee der allermeisten Detox-Kuren ist vielmehr, dass man diese Schlacken einfach ausschwemmen kann. Dies soll einerseits bewirkt werden durch die Aufnahme von viel Flüssigkeit. Andererseits sollen entwässernd wirkende Detox-Produkte mit zum Beispiel Extrakten aus Wacholderbeeren, Brennnesseln, Löwenzahn etc. diesen Effekt verstärken.

Wie wirksam sind Detox-Kuren?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hat sich dem Thema „Entgiftungsdiäten“ erst vor kurzem gewidmet. Sie führt in diesem Zusammenhang eine Reihe von beliebten und gängigen Beispielen auf, wie die Master-Cleanse-Entgiftungsdiät (auch Zitronensaft-Diät), die Juice Fast-Diät (Fastsaften), die Mono-Fruit-Entgiftungsdiät, die Rohkost-Entgiftungsdiät nebst ihrer Abwandlung als Halleluja-Diät sowie die Diuretikum-Diät. Unter Verweis auf die aktuelle Studienlage kommt sie zu dem klaren Ergebnis: Die Wirksamkeit von Detox-Kuren ist nicht belegt. Der Grund hierfür ist schlicht und ergreifend: Es gibt keinerlei aussagekräftigen Studien zu diesem Thema – auch nicht von denjenigen, die solche Kuren propagieren.

Was ist von den Werbeversprechen der Detox-Produkte zu halten?

Die Verbraucherzentralen wiederum haben sich vor kurzem besonders mit den Werbeversprechen der Detox-Produkte kritisch auseinandergesetzt. Sie kommen zu einem ganz ähnlichen Ergebnis wie die DGE: Es mangelt an durch seriöse Studien erbrachten Belegen dafür, dass Detox-Präparate – wie von den Herstellern oft versprochen – durch ihre entgiftende Wirkung zu mehr Energie, einem stärkeren Immunsystem sowie einem gesteigerten Wohlbefinden führen.

Im Gegenteil, die Verbraucherzentralen warnen sogar vor gesundheitlichen Risiken bei ständiger und hochdosierter Anwendung solcher Mittel. Denn es kann durch die dauerhaft angeregte Ausscheidung zu einem Mangel an wichtigen Mineralstoffen (z. B. Kalium, Calcium, Magnesium) und einer dadurch verursachten Störung des Elektrolyt-Haushalts kommen. Auch eine gefährliche Abschwächung in der Wirkung von regelmäßig eingenommen Medikamenten (z. B. Blutdrucksenker) ist möglich. Insofern verwundert es nicht, dass der Bundesgerichtshof die Verwendung der Bezeichnung „Detox“ auf Tees oder ähnlichem sogar für unzulässig erklärt hat. Begründung: Sie suggeriere dem Verbraucher, dass es sich um eine von der EU-Kommission zugelassene gesundheitsbezogene Angabe handele.

Kann sich ein gesunder Körper selbst entgiften?

Nun betonen sowohl die DGE als auch die Verbraucherzentralen: Eine Entgiftung in Form einer speziellen Entgiftungskur und/oder durch die Einnahme von Detox-Produkten sei gar nicht notwendig. Denn es gäbe keine wissenschaftlichen Nachweise für die Ansammlung von Schlacken oder sonstigen gesundheitlich problematischen Stoffwechselprodukten im gesunden Körper. Ein gesunder menschlicher Körper könne sich nämlich selbst reinigen. So würden nicht verwertbare Stoffe hauptsächlich über die klassischen Entgiftungsorgane des Körpers, wie die Leber und die Nieren, ausgeschieden. Daneben könne sich der Körper zum Teil auch über den Darm, die Haut und die Atmung von solchen Stoffen entlasten.

Ist eine bewusst herbeigeführte Entgiftung überhaupt sinnvoll?

Dies führt zu den beiden folgenden Fragen: Ist eine Überforderung dieser Entgiftungsmechanismen überhaupt möglich? Kann es dennoch zu schädlichen Ablagerungen oder gar akuten Vergiftungen kommen? Aus der täglichen Praxis einer Suchtklinik weiß man nur zu gut: Eine akute Vergiftung, ausgelöst durch ein Zuviel an Alkohol, eine Überdosierung von Medikamenten oder das Verschlucken von eigentlich nicht zum Verzehr bestimmten Substanzen, ist auch bei einem gesunden Körper durchaus und keineswegs selten möglich. Allerdings wäre hier eine Detox-Kur mit Tees und Säften nicht nur wenig hilfreich, sondern sogar gefährlich. In diesen (Not-Fällen bedarf es eines sofortigen medizinischen Eingreifens.
Ebenso kann es zum Beispiel durch chronischen Alkoholmissbrauch im Rahmen einer Sucht sehr wohl zu schädlichen Veränderungen in der Leber kommen
Denn Alkohol wird in der Leber über mehrere Zwischenschritte letztlich zu Fett verstoffwechselt

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Oft gestellte Fragen

Mit der Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser sowie einer Diät aus bestimmten Kräutern, Gemüse- und Obstsorten soll man dem Körper helfen, schädliche Substanzen („Schlacken“) effizienter auszuschwemmen. Schlacken sollen sich vor Allem durch eine ungesunde Ernährung mit zu vielen Zusatzstoffen, Fett, Zucker, Nikotin und Alkohol ansammeln. Die Wirksamkeit von Entgiftungskuren wurde jedoch durch keinerlei Studien untermauert.

Grundsätzlich gilt: Zur Wirksamkeit von Detox-Kuren, zum Beispiel in Form der Master-Cleanse-Entgiftungsdiät (auch Zitronensaft-Diät) oder der Juice Fast-Diät (Fastsaften), existieren keine aussagekräftigen Studien. Dies bestätigt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), die sich dem Thema „Entgiftungsdiäten“ ausführlich gewidmet hat.

Auf dem Markt kursieren zahlreiche Detox-Präparate mit großen Werbeversprechen: mehr Energie, stärkeres Immunsystem und gesteigertes Wohlbefinden. Jedoch mangelt es auch hier an seriösen Studien, die die Wirkung dieser Detox-Kuren belegen. Teilweise warnen die Verbraucherzentralen sogar vor gesundheitlichen Risiken bei anhaltender, hoch dosierter Einnahme solcher Präparate. Mehr dazu

Einen wissenschaftlichen Nachweis für die Ansammlung von Schlacken in einem gesunden menschlichen Körper gibt es nicht – denn dieser ist normalerweise in der Lage, sich selbst zu reinigen. Nicht verwertbare Stoffe werden über die Entgiftungsorgane wie Leber und Nieren, teilweise auch über den Darm, die Haut sowie die Atmung ausgeschieden.

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