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Weg vom Alkohol ohne Therapie

Weg vom Alkohol ohne Therapie

Was bedeutet „weg vom Alkohol“?

Nicht jeder, der darüber nachdenkt, seinen Alkoholkonsum zu reduzieren, ist bereits abhängig. Dennoch ist dieser Gedanke ein möglicher Hinweis auf einen eher ungesunden Umgang mit dem Alkohol. Tatsache ist, dass viele Menschen ihr Konsumverhalten unterschätzen und gar nicht oder zu spät merken, dass sie sich langsam, aber sicher in eine Abhängigkeit bewegen – vielleicht sogar schon abhängig sind. Denn das Tückische an der Alkoholsucht ist, dass sie sich meist schleichend entwickelt. Wie so oft gilt auch hier: Wer frühzeitig handelt, hat gute Chancen, sein „Alkoholproblem“ in den Griff zu bekommen.

Weg vom Alkohol – das kann für jeden etwas anderes bedeuten. Dabei kommt es darauf an, in welchem Konsumstadium man sich befindet. Es wird hierbei in erster Linie unterschieden zwischen:

  • risikoarmem Konsum (Grenze liegt bei z.B. ein bis zwei Gläsern Bier à 0,3l pro Tag);
  • riskantem Konsum (ab zwei Gläsern Bier à 0,3l pro Tag);
  • Rauschtrinken (Konsum von ca. fünf oder mehr alkoholischen Getränken bei einer Gelegenheit);
  • akuter Intoxikation (Alkoholvergiftung);
  • schädlichem Alkoholgebrauch (Konsument hat nachweisliche Folgeschäden);
  • dem Alkoholabhängigkeitssyndrom (z.B. Zwang, Alkohol konsumieren zu müssen, oder Zittern beim Alkoholentzug)

Menschen, bei denen noch keine Abhängigkeitssymptome (z.B. Konsumzwang) zu erkennen sind, streben in der Regel lediglich eine Reduzierung des Alkoholkonsums an. Diejenigen, die sich aber einen vollständigen Verzicht zum Ziel gesetzt haben, weisen häufig bereits einen schädlichen Alkoholgebrauch auf und leiden dementsprechend stark unter den Folgen (z.B. Leberschädigung oder depressiven Verstimmungen). Eine mittlerweile sehr anerkannte Methode, langsam vom Alkohol weg zu kommen, ist das kontrollierte Trinken. Hierbei reduziert man die Trinkmenge nach eigenem Ermessen, sodass die alkoholfreien Tage nach und nach immer mehr werden. Ziel ist aber auch hier letztlich – zumindest nach Möglichkeit – das Erreichen der vollkommenen Abstinenz.

Doch egal, welchen Weg der Betroffene wählt, um weg vom Alkohol zu kommen: Motivation, Selbstdisziplin und Erfolgszuversicht spielen immer eine wichtige Rolle. Zunächst muss man sich jedoch eingestehen, dass man ein Alkoholproblem hat, damit man aktiv etwas daran ändern kann. Oft fällt es Alkoholabhängigen aber sehr schwer, ihre Situation realistisch einzuschätzen. Beeinflusst werden sie dabei von ihren Schamgefühlen und der tiefen Abneigung dagegen, sich „outen“ zu müssen. Ein Entzug ohne Therapie erscheint ihnen daher zunächst als attraktivste Lösung. Einigen gelingt es durchaus, ohne fremde Hilfe abstinent zu werden. Trotzdem sollte man einen Entzug nicht unterschätzen und im Hinterkopf behalten, dass er nicht nur kräftezehrend ist, sondern auch gefährlich sein kann.

Was heißt (in diesem Zusammenhang) „ohne Therapie“?

Welche Gedanken gehen Alkoholabhängigen durch den Kopf, wenn sie sich ihr Problem eingestehen? Häufig finden sie sich im inneren Zwiespalt wieder, weil sie auf der einen Seite etwas an ihrem Konsumverhalten ändern wollen, auf der anderen Seite ihre Situation aber oft zunächst herunterspielen, um keine fremde Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Dass ein Entzug ohne Therapie möglich ist, hat der ein oder andere bereits erlebt. Allerdings kommt dieser Weg nicht für jeden in Frage. Die diesbezügliche Entscheidung sollte sowohl von der Schwere der Sucht, der psychischen Stabilität und den Lebensumständen (Wohnung, Arbeit etc.), als auch von der Disziplin und den eventuellen Komorbiditäten (Auftreten zusätzlicher Erkrankungen) des Betroffenen abhängig gemacht werden. Auch das soziale Umfeld spielt eine sehr bedeutsame Rolle. Überwiegt hier ebenfalls ein ausgeprägter Alkoholkonsum bis hin zur Sucht? Gibt es belastende Konflikte, die vielleicht sogar ein Mitauslöser der Abhängigkeit sind? Oder kann man vom Partner, den Angehörigen, Freunden oder Arbeitskollegen eher eine aktive Unterstützung erwarten?

 

!WICHTIG!

Sobald sogenannte „vegetative Entzugserscheinungen“ wie Zittern, Schwitzen, schneller Herzschlag oder starke Unruhe auftreten ist ein Entzug ohne ärztliche Aufsicht potentiell lebensgefährlich und sollte auf keinen Fall alleine durchgeführt werden!

 

Ein „Entzug ohne Therapie“ ist ein weitgefasster Ausdruck. Für manche umfasst das Wort „Therapie“ alle Arten fremder Hilfe und Unterstützung, so etwa auch die von Angehörigen oder Beratungsstellen. Andere möchten damit lediglich ambulante und/oder stationäre Hilfsangebote ausschließen. Die Wenigsten behalten ihr Problem komplett für sich und suchen zumindest eine Beratungsstelle auf oder vertrauen sich einem Freund an. Dabei stellt der erste Schritt für Viele die Recherche im Internet dar, um sich über mögliche Alternativen zur Therapie zu informieren.

Im Internet findet man in der Tat Tipps und Tricks, die einem Unterstützung hinsichtlich des Konsumverhaltens und der Konsumreduktion bieten: Von Trinktagebüchern über Schritte, wie man den Alkoholkonsum reduzieren kann, bis hin zu der Zeit nach der Entwöhnung, ist ein großes Online-Repertoire an Hilfswerkzeugen vorhanden. Ein Beispiel ist das vom Gesundheitsministerium des Landes Brandenburg geförderte kostenlose Online-Angebot https://www.selbsthilfealkohol.de/Portal. Hier können Sie Ihr angestrebtes Ziel (sei es die Reduktion oder Abstinenz) frei wählen, Tagebuch führen, sich mit anderen Teilnehmern austauschen und Ihren Trinkmengenstatus dokumentieren. Auch in diesem Fall sollte aber erwähnt werden, dass die Umsetzung dieser Ratschläge und Hilfsangebote viel mentale Kraft und eine gute körperliche Verfassung erfordert.

Worin besteht der „Charme“, es ohne Therapie zu versuchen?

Es ist ganz natürlich, dass man sich zunächst nach Alternativen zur Therapie umschaut. Denn ein ständiger Begleiter alkoholkranker Menschen ist das Schamgefühl. Oft hält genau dieses Schamgefühl sie davon ab, ihr Problem mit anderen zu teilen und sich Hilfe zu holen. Die Gründe können ganz unterschiedlich sein. Sei es, weil sie sich um ihren Ruf sorgen oder einfach nur keine Schwäche zeigen wollen – Hauptsache, es bekommt niemand mit. Insbesondere am Arbeitsplatz soll sich diese Information nicht verbreiten. Schließlich kann man dadurch seinen Job gefährden.

Versucht der Betroffene es ohne Therapie, so muss er sich weder für einen längeren Zeitraum Urlaub nehmen oder sich krankschreiben lassen, noch irgendwen aus seinem Umfeld über das Problem in Kenntnis setzen. Die Begründungen, einen Alkoholentzug ohne Therapie zu bewältigen, erscheinen zunächst plausibel, aber hier ist dringend Vorsicht geboten. Denn ein Entzug kann insbesondere dann lebensgefährlich sein, wenn niemand in unmittelbarer Nähe ist, um in einer Notsituation den Krankenwagen zu rufen. Es spricht nichts dagegen, sich im Internet zu erkundigen und auf einen Entzug vorzubereiten. Dennoch ist eine professionelle Meinung bei einem solchen Vorhaben sehr empfehlenswert. Was Viele nicht wissen: Auch der Hausarzt kann hier als erste Anlaufstation dienen. Nachdem er ein ausführliches Gespräch mit dem Betroffenen geführt und die Blutwerte überprüft hat, erfolgt eine erste Einschätzung des Suchtgrades und meistens auch direkt eine eventuelle Therapieempfehlung. Bei einer niedrigen Konsumklasse ist ein Entzug ohne Therapie durchaus möglich. Bewegt sich der Betroffene jedoch bereits in einem höheren Stadium, wird der Hausarzt vermutlich zu einer ambulanten oder stationären Therapie raten. Diese ärztliche Empfehlung sollte man unbedingt bei seiner finalen Entscheidung berücksichtigen.

Ohne Therapie – Risiken und Rückfälle

Die Symptomatik während eines Entzugs kann manchmal so gravierend sein, dass sie medikamentös behandelt werden muss. Häufige körperliche Beschwerden sind Entzugserscheinungen wie Zittern, Schwitzen, Durchfall, Übelkeit, Schlafstörungen, Herzkreislaufreaktionen, Krampfanfälle und das „Delirium tremens“, die schwerste Form des Alkoholentzugssyndroms. Zu den psychischen Symptomen zählen Gereiztheit, Angstattacken, Unruhe und depressiven Verstimmungen. Nicht selten treten bei den Betroffenen Selbstmordgedanken auf, weshalb hier nochmals darauf hingewiesen wird, den Entzug besser nicht alleine durchzuführen.

Ein anderes, sehr unbeliebtes Thema stellen die Rückfälle dar. Egal, ob Alkoholsüchtige den Entzug auf eigene Faust bewältigen oder eine Therapie gemacht haben, das Rückfallrisiko gehört dazu und wird heutzutage als Teil der Alkoholabhängigkeit betrachtet. Daher bedeutet ein Ausrutscher nicht gleich (Therapie-)Versagen. Wichtig ist es in diesem Fall, sofort wieder mit dem Trinken aufzuhören und sich einer Person anzuvertrauen. Handelt es sich allerdings um einen dauerhaften Rückfall mit massivem Kontrollverlust, sollte man umgehend professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.

Bei Langzeitabhängigen, die bereits eine oder mehrere Therapien durchlaufen haben, beträgt die Rückfallquote circa 80 Prozent – insbesondere ohne Nachsorge durch Psychotherapie, Selbsthilfegruppen oder ähnliche Angebote. Betroffene, die sich gegen eine ambulante und stationäre Therapie oder sonstige Hilfsmaßnahmen entschieden haben, haben es in solchen Fällen schwerer. Denn im Gegensatz zu Menschen, die durch das breite Beratungsnetz bereits mehrere Optionen im Falle eines Rückfalls parat haben, braucht derjenige, der den Weg bisher ohne fremde Hilfe gewählt hat, länger, um Anlaufstationen ausfindig zu machen und erneut die Notbremse zu ziehen.

Weg vom Alkohol ohne Therapie – Erfahrungen

Sucht man im Internet nach Erfahrungsberichten zu Alkoholentzügen ohne Therapie, so wird man nur schwer fündig. Es gibt lediglich wenige Beträge zu diesem Thema, was ein klares Indiz dafür ist, dass die meisten Alkoholabhängigen, die sich für einen Entzug entscheiden, doch zur ärztlich begleiteten Therapie tendieren. In einem Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum beschreiben diverse Nutzer ihre Erfahrungen bezüglich eines Alkoholentzugs ohne Therapie. Wenige von ihnen haben es tatsächlich ohne fremde Hilfe geschafft, andere wiederum sind nach ein paar Jahren wieder rückfällig geworden. Hier zwei aus dem Forum entnommene Beispiele:

Beitrag von xxx » 29.01.2008, 19:19

Hallo,

ich bin auch ohne Therapie trocken geworden. Ich kann eher Menschen glauben, die mir etwas vorleben, als Menschen, die nur die Theorie kennen. Deshalb wäre bei mir eine Therapie rausgeschmissenes Geld gewesen. Ob nun mit oder ohne Therapie, es kann nur was bringen, wenn man sich voll auf die jeweilige Hilfe einläßt, bereit ist Hilfe anzunehmen und nicht alles in Frage stellt, weil man glaubt es besser zu wissen.

Gruß Bernd (Name geändert)

Beitrag von xxx » 29.01.2008, 22:41

Hallo Bernd,

ich war auch ohne Therapie 2,5 Jahre trocken, das war ein Kinderspiel! Aber dann hab ich wieder angefangen zu saufen. Danach hab ich ne Therapie gemacht, jetzt bin ich wieder trocken. Also: herzlichen Glückwunsch erstmal! Bist du in einer Selbsthilfegruppe? Ich war in keiner, wohl auch ein Grund warum ich wieder rückfällig wurde. Ohne SHG stehen die Chancen schlecht, dauerhaft abstinent zu bleiben.

g24h, Andreas (Name geändert)

Oft gestellte Fragen

Eine Alkoholsucht entwickelt sich meist schleichend. Wer diese frühzeitig erkennt und entsprechend handelt, hat gute Aussichten auf einen erfolgreichen Entzug.

Wichtig ist hier, in welchem Konsumstadium man sich befindet:

Die Grenze für risikoarmen Konsum liegt zum Beispiel bei ein bis zwei Gläsern Bier à 0,3 Liter pro Tag. Ab zwei solchen Gläsern liegt man bereits im Stadium eines riskanten Konsums.
Darauf folgt das sogenannte Rauschtrinken, also der Konsum von fünf oder mehr alkoholischen Getränken pro Gelegenheit. Steigert sich der Konsum noch mehr, hat man es mit einer akuten Alkoholvergiftung und weiter mit schädlichem Alkoholgebrauch zu tun.

Als letztes Stadium zeigt sich ein Alkoholabhängigkeitssyndrom – zum Beispiel der Zwang, Alkohol konsumieren zu müssen.

Menschen mit Alkoholsucht leiden nicht selten unter einem Schamgefühl, welches sie davon abhält, sich professionelle Hilfe zu holen. Dabei spielen häufig auch die Sorge um den eigenen Ruf oder der Unwille Schwäche zu zeigen eine maßgebende Rolle. So vielfältig die Gründe für einen Alkoholentzug erscheinen mögen, so sehr ist dabei Vorsicht geboten – denn ein Entzug kann gerade dann lebensbedrohlich werden, wenn keine Hilfe in unmittelbarer Nähe ist. Mehr dazu

Während eines Entzugs können starke körperliche sowie psychische Symptome auftreten, die mit Medikamenten und unter ärztlicher Aufsicht behandelt werden müssen.

Zudem geht jeder Entzug mit einem gewissen Rückfallrisiko einher. Hier ist es ratsam, professionelle Hilfe zur Hand zu haben, die einen dabei unterstützt, sofort wieder mit dem Trinken aufzuhören.

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