Opiate absetzen: Wie läuft der Entzug in der Praxis ab?
Ein qualifizierter Opiatentzug folgt einem medizinisch erprobten Ablauf, dessen Elemente und Dauer jedoch von der Art des Medikaments beeinflusst werden. Da jeder Körper anders reagiert und sich die Halbwertszeiten der Substanzen unterscheiden, muss die Behandlung immer individuell betrachtet werden. Auf den folgenden Detailseiten finden Sie Informationen zum Entzugsprozess verschiedener Opiate.
Hinweis: Umgangssprachlich wird meistens der Begriff „Opiate“ genutzt – aus medizinischer Sicht betrifft dies gleichermaßen natürliche, halbsynthetische sowie rein synthetische Opioide.
Opiatentzug-Dauer
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Tilidin absetzen: Ablauf des qualifizierten Entzugs
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Weitere Fakten zu Ablauf und Dauer des Opiatentzugs
Wir möchten Sie bei der Vorbereitung auf den Opiatentzug optimal unterstützen. Damit Sie genau wissen, was Sie erwartet, haben wir die wichtigsten Fragen rund um den konkreten Opiatentzug-Ablauf und die ungefähre Dauer für Sie beantwortet.
Wie viel Zeit für einen qualifizierten Opiatentzug in einer spezialisierten Klinik benötigt wird, hängt unter anderem davon ab, ob ein kurz oder ein lang wirksames Opioid abgesetzt wird. Parallel zur körperlichen Entgiftung erfolgt immer ein intensives psychotherapeutisches Programm. Der Entzug nimmt daher mindestens 28 Tage in Anspruch (Leitlinien-Empfehlung) – in vielen Fällen auch bedeutend länger.
Innerhalb des Ablaufs wird der sogenannte Entzugsgipfel häufig 48 bis 72 Stunden nach der letzten Einnahme erreicht. In diesem Zeitfenster reagiert der Körper am stärksten. Im Rahmen einer qualifizierten Entzugsbehandlung kann dieser Höhepunkt durch eine gezielte medizinische Unterstützung abgefedert werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Entzug nach dieser Zeit abgeschlossen ist. Die Entgiftung erfolgt nie isoliert, sondern zeitgleich mit psychotherapeutischen Maßnahmen zur Aufarbeitung der Suchtursachen.
Ein begleiteter Opiatentzug-Ablauf in der LIFESPRING-Privatklinik schützt Sie in mehrfacher Hinsicht. Ärzte und Pflegekräfte überwachen Ihre Vitalwerte rund um die Uhr und passen die lindernden Medikamente flexibel an Ihren Zustand an. Zudem bieten der geschützte Raum der Klinik und die parallel laufende Psychotherapie die nötige Struktur, um den Entzug nicht vorzeitig aufgrund von Suchtdruck abzubrechen.
Während des qualifizierten Entzugs in der LIFESPRING-Privatklinik werden unterstützende, nicht-suchterzeugende Medikamente eingesetzt, um den Ablauf so schonend wie möglich zu gestalten. Dazu gehören spezielle Schmerzmittel (Nicht-Opioid-Analgetika), Blutdrucksenker (wie Clonidin) zur Beruhigung des überaktiven Nervensystems sowie krampflösende und schlaffördernde Präparate.
Für einen sicheren und diskreten Opiatentzug ist die LIFESPRING-Privatklinik die richtige Adresse. Der therapeutische Ablauf kombiniert hier eine engmaschige medizinische Betreuung in einem exklusiven Ambiente mit einem sofort anlaufenden, intensiven Psychotherapieprogramm. So wird neben der körperlichen Entgiftung von Beginn an der Grundstein für eine langfristige Abstinenz gelegt.
Von einem kalten Opiatentzug zuhause raten wir dringend ab. Ohne medizinischen Schutz kann dieser unkontrollierte Ablauf zu Schmerzen, Kreislaufzusammenbrüchen und schwerem Flüssigkeitsverlust führen. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls sehr hoch – und da der Körper seine Toleranz in der Entzugsphase schnell verliert, kann die gewohnte Dosis zu einer lebensgefährlichen Überdosierung führen.
Das hängt stark von der Halbwertszeit des eingenommenen Medikaments ab. Bei kurz wirksamen Opiaten können erste Unruhegefühle, Frösteln oder Muskelbeschwerden bereits 6 bis 12 Stunden nach der letzten Dosis einsetzen. Bei retardierten (zeitverzögert freigesetzten) Tabletten oder Pflastern beginnt der körperliche Entzugsprozess entsprechend später.