Formen von Opioidmissbrauch im Alltag
Ob nach einer Operation oder bei chronischen Schmerzen: Der Opioidkonsum beginnt in der Regel unauffällig. Mit der Zeit reicht die verschriebene Dosis allerdings nicht mehr aus, da sich der Körper an das Mittel gewöhnt. Die folgenden Seiten zeigen Ihnen im Detail, welche Formen der Opioidmissbrauch annehmen kann und welche Begleiterscheinungen damit einhergehen.
Opioidabhängigkeit
Lesen Sie hier, welche Warnsignale auf eine Opioidabhängigkeit hinweisen und warum professionelle Unterstützung entscheidend ist.
Tramadol-Abhängigkeit
Lesen Sie hier alles Wichtige zur Tramadol-Abhängigkeit – von der Wirkung über Anzeichen bis hin zu den Vorteilen einer qualifizierten Entzugsbehandlung.
Oxycodon-Abhängigkeit
Lesen Sie, wie Oxycodon im Körper wirkt, welche Anzeichen auf eine Oxycodon-Abhängigkeit hinweisen und welche Chancen eine qualifizierte Entzugsbehandlung bietet.
Nebenwirkungen von Opioiden
Neben positiven Eigenschaften wie Schmerzlinderung bergen Fentanyl und Co. auch erhebliche Risiken für Körper und Psyche. Informieren Sie sich hier über die Nebenwirkungen von Opioiden.
Weitere Fakten zum Thema Opioidkonsum und Opioidmissbrauch
Wenn Sie wissen, wie Opioide im Körper wirken, verstehen Sie auch, warum sie so schnell abhängig machen können. Die folgenden Fragen und Antworten zum Opioidkonsum bzw. Opioidmissbrauch fassen die wichtigsten Fakten für Sie zusammen.
Opioide sind eine Gruppe von Wirkstoffen gegen Schmerzen. Einige werden aus dem Schlafmohn gewonnen, zum Beispiel Morphin oder Codein. Andere werden synthetisch hergestellt, etwa Fentanyl, Oxycodon oder Tramadol. Der Begriff „Opioid“ umfasst alle diese Substanzen, also sowohl natürliche, als auch halbsynthetische und vollsynthetische. Heroin ist ebenfalls ein Opioid, wird aber illegal hergestellt und konsumiert.
Opiate sind ausschließlich natürliche Substanzen aus dem Schlafmohn. Opioide hingegen schließt als Oberbegriff Opiate sowie synthetisch hergestellten Varianten ein.
Opioidrezeptoren sind Andockstellen für Opioide. Sie befinden sich vor allem im Gehirn, im Rückenmark und im Darm. Grundsätzlich sind sie für körpereigene Botenstoffe, die Endorphine, gedacht. Endorphine werden bei Schmerz oder Stress ausgeschüttet, Opioide binden an dieselben Rezeptoren. Dadurch hemmen sie die Schmerzweiterleitung und erzeugen gleichzeitig Gefühle von Entspannung oder Euphorie.
Opioide wirken überall dort, wo Opioidrezeptoren vorhanden sind:
- Gehirn: Schmerzen werden gedämpft, Stimmung hebt sich, Wohlgefühl entsteht.
- Rückenmark: Schmerzimpulse aus dem Körper werden geblockt, bevor sie das Bewusstsein erreichen.
- Atemzentrum: Opioide verlangsamen die Atmung – das ist die gefährlichste Nebenwirkung.
- Darm: Die Verdauung verlangsamt sich, Verstopfung ist eine häufige Folge.
- Hormonsystem: Langfristiger Konsum stört die Hormonproduktion.
Opioidmissbrauch findet bei verschreibungspflichtigen Mitteln ebenso statt wie bei illegalen Substanzen. Besonders häufig betroffen sind:
- Morphin als starkes Schmerzmittel
- Oxycodon
- Fentanyl
- Tramadol und Codein
- Heroin als illegale Substanz mit extrem hohem Suchtpotenzial
- Methadon und Buprenorphin
Ja, auch verschreibungspflichtige Medikamente bergen ein hohes Suchtpotenzial. Eine körperliche und psychische Abhängigkeit kann bereits nach wenigen Wochen regelmäßiger Einnahme entstehen.
Eine Überdosis ist ein medizinischer Notfall und erfordert sofortiges Handeln! Typische Zeichen sind:
- Bewusstlosigkeit oder extrem verlangsamte Reaktion
- Sehr langsame, flache oder unregelmäßige Atmung
- Blaue Lippen oder Fingernägel durch Sauerstoffmangel
- Kleine, stecknadelkopfgroße Pupillen
- Schlaffe Muskeln, keine Reaktion auf Ansprechen