Opioidabhängigkeit: Definition, Symptome, Behandlung

Das Wichtigste zur Opioidabhängigkeit in der Übersicht

Bild Text Frau Tabletten
  • Eine Abhängigkeit von Opioiden ist eine anerkannte Erkrankung, keine Willensschwäche.
  • In der Medizin wird die Opioidabhängigkeit unter dem Code F11.2 (Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom) geführt.
  • Typisch sind ein unkontrollierbares Verlangen (Craving), Kontrollverlust und körperliche Entzugssymptome beim Absetzen.
  • Ein kalter Entzug auf eigene Faust ist körperlich und psychisch extrem belastend. Daher empfehlen Experten bei Opioidabhängigkeit eine qualifizierte Entzugsbehandlung.
  • Die LIFESPRING-Privatklinik ist auf den Entzug von ärztlich verordneten Opioiden spezialisiert und begleitet Sie auf Ihrem Weg in die Suchtfreiheit.

Was ist eine Opioidabhängigkeit nach ICD-10?

Medizinische Definition

Die Opioidabhängigkeit wird im ICD-10 Code F11.2 definiert. Darunter versteht man eine Abhängigkeit von Substanzen, die an den Opioid-Rezeptoren im Gehirn andocken. Dazu gehören starke, ärztlich verordnete Schmerzmittel wie zum Beispiel Fentanyl, Oxycodon, Tilidin oder Tramadol sowie illegale Substanzen.

Körperliche Wirkung

Opioide verändern das Belohnungszentrum im Gehirn. Mit der Zeit passt sich das Nervensystem an: Die natürliche Schmerzregulation wird gedämpft und die Wirkung der Opioide lässt schneller nach. Es entsteht ein Kreislauf aus steigendem Bedarf, Entzugssymptomen und erneutem Konsum.

Die 6 Kriterien der Opioidabhängigkeit nach ICD-10

Die Diagnose des sogenannten Opioid-Abhängigkeitssyndroms wird gestellt, wenn mindestens drei der folgenden sechs Kriterien innerhalb des letzten Jahres gleichzeitig bestanden haben.

1. Starkes Verlangen (Craving)

Ein übermächtiger, oft unkontrollierbarer Wunsch oder eine Art Zwang, Opioide zu konsumieren.

2. Kontrollverlust

Es gelingt Betroffenen nicht mehr, den Beginn, das Ende oder die Menge des Konsums zu steuern.

3. Körperliches Entzugssyndrom

Bei Verringern oder Weglassen der Substanz reagiert der Körper mit Beschwerden (z. B. Schwitzen, Zittern, Schmerzen).

4. Toleranzentwicklung

Es werden immer höhere Dosen des Opioids benötigt, um dieselbe schmerzlindernde oder beruhigende Wirkung zu erzielen.

5. Vernachlässigung anderer Interessen

Das Beschaffen und Einnehmen der Opioide führen dazu, dass Hobbys, Arbeit, Freunde und Familie in den Hintergrund rücken.

6. Konsum trotz Folgen

Opioide werden weiter eingenommen, obwohl bereits körperliche, psychische oder soziale Schäden durch den Konsum vorliegen.

Opioidabhängigkeit: Welche Symptome treten auf?

Eine Opioidabhängigkeit zeigt sich sowohl im Alltag als auch im körperlichen Zustand der Betroffenen. Wenn die Wirkung nachlässt, können Entzugssymptome wie Muskelschmerzen, Magenkrämpfe, Schweißausbrüche und innere Unruhe einsetzen. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, ist eine qualifizierte Entzugsbehandlung der nächste sichere Schritt.

Weitere häufige Symptome bei Opioidabhängigkeit

  • Extreme Müdigkeit und Benommenheit im Wechsel mit Unruhe.
  • Verengte, stecknadelförmige Pupillen, die sich auch bei Dunkelheit kaum vergrößern.
  • Chronische Verstopfung und Übelkeit.
  • Stimmungsschwankungen, sozialer Rückzug und depressive Phasen.
  • „Doctor Shopping“: Das gezielte Aufsuchen verschiedener Ärzte, um mehrere Rezepte für Schmerzmittel zu erhalten.

Die LIFESPRING-Privatklinik ist spezialisiert auf den Opioidentzug

Qualifizierte Entzugsbehandlung bei Opioidabhängigkeit

Info Grafik Qualifizierte Entzugsbehandlung

Qualifizierte Entzugsbehandlung bei LIFESPRING

(Je nach Opioidabhängigkeit kann die qualifizierte Entzugsbehandlung von dem Schaubild deutlich abweichen. Näheres besprechen Sie mit unseren behandelnden Ärzten in einem Vorgespräch oder bei Aufnahme.)

Als spezialisierte Fachklinik führen wir in der LIFESPRING-Privatklinik die qualifizierte Entzugsbehandlung von Opioiden durch. Der körperliche Entzug wird durch den gezielten Einsatz von Medikamenten schonend gestaltet. Auch mit dem Verfahren der Neuro-Elektrischen Stimulation haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Gleichzeitig unterstützt Sie ein intensives psychotherapeutisches Programm dabei, die seelischen Ursachen der Sucht aufzuarbeiten und neue Strategien für ein Leben ohne Opioide zu entwickeln.

Die qualifizierte Entzugsbehandlung in der LIFESPRING-Privatklinik beginnt mit der medikamentös gestützten, körperlichen Entgiftung. Bereits ab dem ersten Tag werden Sie zudem in ein intensives psychotherapeutisches Programm eingebunden, um die seelischen Ursachen Ihrer Opioidabhängigkeit möglichst tiefgreifend zu erkennen und beginnend zu behandeln.

In Einzel- und Gruppentherapien sowie durch vielfältige therapeutische Methoden wie Drama-, Tanz-, Kunst- und Bewegungstherapie erhalten Sie die Möglichkeit, Ihre Abstinenz von Opioiden langfristig zu stabilisieren. Ergänzt wird das Programm durch sozio- und milieutherapeutische Interventionen, die helfen, hinderliche Verhaltensmuster zu erkennen und neue Lebensstrategien zu entwickeln. Auch achtsamkeitsfördernde Ansätze wie Yoga oder Meditation sowie emotionsaktivierende Formate wie die Dramatherapie unterstützen Sie dabei, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen.

Für eine qualifizierte Entzugsbehandlung im stationären Setting, einschließlich der körperlichen Entgiftung, empfehlen wir eine Behandlungsdauer von mindestens 28 Tagen. Diese Empfehlung orientiert sich an der S3-Leitlinie, die von der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V.) herausgegeben wird – dem Dachverband von über 180 medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Je nach konsumierter Substanz kann sich diese Dauer jedoch verlängern.

Wir geleiten Sie auf mehreren Ebenen zeitgleich in ein suchtfreies Leben. Bereits während der Entgiftung setzen wir den Startpunkt für die psychotherapeutische Behandlung, welche essenziell für die dauerhafte Stabilisierung und Abstinenz ist. Wir analysieren zunächst und arbeiten mit Ihnen an vielen relevanten Themen, die Sie für die Sucht haben anfällig werden lassen.

Unsere Suchtklinik richtet sich an Selbstzahler und Privatversicherte. Eine Kostenübernahme der qualifizierten Entzugsbehandlung durch Ihre private Krankenversicherung oder Beihilfestelle ist in vielen Fällen möglich – abhängig von Ihrem Tarif. Unser Team unterstützt Sie gerne bei der Klärung der Formalitäten, damit Sie sich ganz auf Ihren Neubeginn konzentrieren können.

Nach dem Entzug ist vor dem neuen Leben. Während Ihrer Therapie bespricht unser Sozialdienst mit Ihnen passende Nachsorgeangebote in der Nähe Ihres Wohnorts – wie Psychiater, Psychologen oder Selbsthilfegruppen. So stärken Sie die Basis für einen stabilen Alltag ohne Opioide. Haben Sie keine Angst: Sie verlassen unsere Klinik gut vorbereitet und mit dem nötigen Rüstzeug. Und bei Bedarf sind wir auch länger für Sie da.

Überwinden Sie Ihre Opioidabhängigkeit in sicherem Rahmen

Sich aus der Opioidabhängigkeit zu befreien, ist vermutlich eines der wichtigsten und gleichzeitig herausforderndsten Vorhaben in Ihrem Leben. Wir unterstützen Sie dabei!

Die LIFESPRING-Privatklinik ermöglicht Ihnen medizinische Sicherheit, persönliche Betreuung auf Augenhöhe und ein einladendes Ambiente.
21 moderne Einzelzimmer an ruhiger, naturnaher Lage sorgen für Privatsphäre und Erholung, während Sie Ihren Körper jeden Tag mit den frischen, ausgewogenen Gerichten unseres exzellenten Küchenteams stärken können.

Häufig gestellte Fragen zur Opioidabhängigkeit

Bestimmt haben Sie noch offene Fragen in Bezug auf die Opioidabhängigkeit.

Nachfolgend finden Sie deshalb eine Zusammenfassung der wichtigsten Fakten rund um dieses wichtige Thema. Informationen zur qualifizierten Entzugsbehandlung in der LIFESPRING-Privatklinik erhalten Sie außerdem auf unserer Seite zum Opiatentzug.

Zögern Sie nicht, uns auch persönlich zu kontaktieren. Sie erreichen uns unter der Telefonnummer +49 2253 543 5319.

Im medizinischen Diagnosesystem wird die Opioidabhängigkeit unter dem ICD-10 Code F11.2 klassifiziert. Durch die regelmäßige Einnahme von Opioiden, zum Beispiel Schmerzmitteln, verändert sich der Hirnstoffwechsel. Es entsteht ein starkes körperliches und psychisches Verlangen nach der Substanz.

Typische Anzeichen sind eine nachlassende Wirkung der Schmerzmittel sowie körperliche Beschwerden wie Unruhe, Zittern oder Schmerzen, sobald Sie die Einnahme stoppen. Auch wenn sich Ihre Gedanken nur noch darum drehen, wie Sie an das nächste Rezept kommen, ist das ein klares Anzeichen.

Achten Sie auf folgende Warnsignale der Opioidabhängigkeit:

  • Sie nehmen das Medikament häufiger oder länger ein als vom Arzt verordnet.
  • Sie steigern die Dosis eigenmächtig, weil die Schmerzen scheinbar wiederkommen.
  • Sie nehmen das Schmerzmittel nicht mehr nur gegen körperlichen Schmerz – sondern um sich zu beruhigen, zu entspannen oder um Sorgen zu vergessen.

Hilfe finden Sie unter anderem in spezialisierten privaten Entzugskliniken. Die LIFESPRING-Privatklinik bietet Ihnen einen diskreten, medizinisch begleiteten Entzug von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt zu uns auf – wir sind für Sie da.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner