Opiatentzug: Diese Symptome und Risiken sollten Sie kennen

Welche Opiatentzug-Symptome treten auf?

Die Symptome eines Opiatentzugs können sowohl den Körper als auch die Psyche betreffen. Wie heftig und in welcher Form ein Entzug verläuft, variiert dabei von Stoff zu Stoff. Dies liegt unter anderem an den unterschiedlichen Wirkstärken und Halbwertszeiten der Substanzen. Im Folgenden nehmen wir die Entzugssymptome verschiedener natürlicher, halbsynthetischer sowie synthetischer Stoffe unter die Lupe.

Hinweis: Umgangssprachlich wird meistens der Begriff „Opiate“ genutzt – aus medizinischer Sicht betrifft dies gleichermaßen natürliche, halbsynthetische sowie rein synthetische Opioide.

 

Weitere Fakten zu Symptomen des Opiatentzugs

Person Mit Kopfschmerzen

Ein chronischer Opiatkonsum führt zu Veränderungen im zentralen Nervensystem. Wenn die gewohnte Substanz beim Entzug plötzlich fehlt, gerät der Körper in eine Gegenregulation:

Das vegetative Nervensystem läuft vorübergehend auf Hochtouren, was die typischen körperlichen und psychischen Opiatentzug-Symptome auslöst. Die folgenden Fragen beleuchten die medizinischen Hintergründe, die Risiken sowie die Möglichkeiten, diese Entzugserscheinungen zu lindern.

Zu den ersten typischen Anzeichen gehören Gähnen, Niesen, tränende Augen und eine laufende Nase, gefolgt von einer Weitung der Pupillen.

Im weiteren Verlauf lässt sich das Opiatentzugssyndrom in zwei Bereiche unterteilen:

  • Körperliche Opiatentzug-Symptome
    Betroffene leiden unter Knochen- und Gliederschmerzen, Muskelkrämpfen, unkontrollierbarem Zittern und dem Gefühl von Frösteln im Wechsel mit Schweißausbrüchen. Hinzu kommen Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
  • Psychische Opiatentzug-Symptome
    Der Entzug führt fast immer zu innerer Unruhe, Angstzuständen, depressiven Verstimmungen und Schlaflosigkeit. Begleitet werden diese Beschwerden von einem übermächtigen Verlangen nach der Substanz, dem sogenannten Suchtdruck (Craving).

Beim kontrollierten Ausschleichen im Rahmen einer qualifizierten Entzugsbehandlung reduzieren Ärzte die Dosis Schritt für Schritt. Dadurch fallen die Opiatentzug-Symptome deutlich milder aus als bei einem abrupten Stopp.

Besonders heftige Entzugssymptome verursachen hochpotente, synthetische Opioide wie Fentanyl. Auch das halbsynthetische Oxycodon kann aufgrund seiner Wirkung im Gehirn und der oft hohen Dosierungen einen schmerzhaften Entzug erzeugen. Je höher die zuvor konsumierte Dosis war, desto gravierender sind die Beschwerden. Um diese Schmerzen sicher zu kontrollieren, ist eine qualifizierte, stationäre Entzugsbehandlung dringend angeraten.

Bei den meisten natürlichen Substanzen gehören epileptische Krampfanfälle nicht zu den typischen Opiatentzug-Symptomen. Eine wichtige Ausnahme bilden die Opioide Tilidin und Tramadol. Diese Wirkstoffe greifen zusätzlich in den Serotonin- und Noradrenalin-Haushalt ein und können bereits bei der Einnahme hoher Dosen Krampfanfälle auslösen. Beim abrupten Absetzen nach chronischem Hochdosiskonsum kann das massiv überreizte Nervensystem ebenfalls mit epileptischen Anfällen reagieren.

Ein kalter Entzug, also das schlagartige Absetzen ohne medizinische Hilfe, bedeutet für den Körper extremen Stress. Der Blutdruck kann gefährlich in die Höhe schießen, und der Kreislauf droht zu kollabieren. Neben den körperlichen Schmerzen ist die psychische Rückfallquote enorm hoch, was bei Toleranzverlust zu lebensgefährlichen Überdosierungen führen kann.

Im Rahmen einer qualifizierten stationären Entzugsbehandlung setzen Ärzte gezielt Medikamente ein, um die Symptome zu lindern. Sogenannte Nicht-Opioid-Analgetika mildern die Gliederschmerzen. Spezielle Blutdrucksenker (wie Clonidin) dämpfen die körperliche Übererregung, das vegetative Schwitzen und das Zittern. Gegen die extreme Unruhe und Schlafstörungen helfen ausgewählte, nicht-abhängig machende Medikamente unter strenger ärztlicher Aufsicht.

Ein sicherer Weg, schwere Opiatentzug-Symptome zu vermeiden, ist die qualifizierte Entzugsbehandlung. In der LIFESPRING-Privatklinik wird die Entgiftung medikamentös unterstützt und rund um die Uhr professionell begleitet. Parallel dazu startet eine intensive Psychotherapie. Diese hilft Ihnen dabei, die tieferliegenden Ursachen Ihrer Sucht aufzuarbeiten und persönliche Strategien für eine langfristige Abstinenz zu entwickeln.

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