Andreas Gholmié
Leitender Arzt
Das Wichtigste zum Alkoholentzug auf einen Blick
- Entgiftung dauert meist 5 bis 10 Tage
- Entzugserscheinungen erreichen ihren Höhepunkt nach 10 bis 30 Stunden
- Typische Symptome: Zittern, Schwitzen, Schlafstörungen, Unruhe, Übelkeit
- Qualifizierte Entzugsbehandlung empfohlen – besonders bei langjährigem Konsum
- Die Behandlung beinhaltet Entgiftung und Psychotherapie
- Dauer mindestens 28 Tage, je nach Schwere der Sucht länger
Alkoholentzug: Was passiert im Körper und Gehirn?
Neurochemische Umstellung:
Alkohol beeinflusst Botenstoffe wie Serotonin, Dopamin, GABA und Glutamat. Beim Entzug geraten diese Systeme aus dem Gleichgewicht.
Psychische Folgen:
Viele Betroffene erleben depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit, Schlafprobleme oder Konzentrationsstörungen.
Körperliche Reaktionen:
Häufige Beschwerden sind Zittern, Schwitzen, Übelkeit, erhöhter Puls, Verdauungsprobleme oder Appetitlosigkeit.
Und was ist mit Schmerzen?
Als Stressreaktion des Körpers können während des Alkoholentzugs Kopf-, Muskel- oder Bauchschmerzen auftreten.
Im Rahmen einer qualifizierten Entzugsbehandlung werden Schmerzen und andere Entzugserscheinungen mit gezielter Medikation gelindert.
Qualifizierte Entzugsbehandlung bei LIFESPRING
Dauer eines Alkoholentzugs
Wann kommt es zu Alkohol-Entzugserscheinungen?
Beginn:
Erste Symptome meist innerhalb von 6 bis 12 Stunden nach dem letzten Alkoholkonsum.
Höhepunkt:
Zwischen 10 und 30 Stunden.
Abklingen:
Bei den meisten Menschen lassen die Beschwerden nach etwa 40 bis 50 Stunden langsam nach.
Kann ein Verlauf unterschiedlich ausfallen?
Je nach Schwere der Abhängigkeit und individueller Verfassung kann der Verlauf unterschiedlich ausfallen. Eine individuelle Therapie ist daher wichtig, um eine nachhaltige Abstinenz aufzubauen.
Was im Ernstfall passiert: Risiken des Alkoholentzugs
Ein kalter Entzug ohne medizinische Begleitung kann lebensgefährlich sein! Ohne medikamentöse Unterstützung drohen schwerwiegende Symptome. Auch das Risiko für einen Rückfall ist hoch, wenn keine psychotherapeutische Begleitung erfolgt. Im Rahmen eines stationären Entzugs lässt sich besser überwachen, was beim Alkoholentzug passiert.
- Delirium tremens: Eine seltene, aber gefährliche Komplikation mit Verwirrtheit, Halluzinationen und Krampfanfällen. Tritt meistens in den ersten 12 bis 48 Stunden auf.
- Kreislaufkollaps: In schweren Fällen kann es während des Entzugs zu einem Kreislaufkollaps kommen, bei dem der Körper mit extremer Überforderung reagiert. Solche Situationen gelten als medizinischer Notfall.
Sicher raus aus der Sucht – wir begleiten Sie!
Unser Programm: Was passiert beim Alkoholentzug in der LIFESPRING-Privatklinik?
Von Sucht betroffene Menschen haben häufig Angst vor dem, was beim Alkoholentzug passiert.
Als Entzugsklinik mit Spezialisierung auf stoffliche Süchte kennen wir diese Ängste – und unterstützen Sie mit Vertrauen, medizinischer Sicherheit sowie einem integrativen Konzept. Damit der Entzug nicht zur Belastung, sondern zur soliden Basis für Ihr neues Leben wird.
- Ärztlich begleitet und medikamentös gestützt
- Schonende Medikation gegen Entzugssymptome
- NES: Neuro-elektrische Stimulation zur Unterstützung des Entzugs
- Nicht-invasiv, schmerzfrei und gut verträglich
- Psychotherapie ab dem ersten Tag
- Kombination aus körperlicher Entgiftung und intensiver Psychotherapie
- Ziel: nicht nur den Körper entgiften, sondern auch die psychischen Ursachen der Sucht erkennen und bearbeiten
- Einzel- und Gruppentherapie
- Achtsamkeit, Sport, emotionsaktivierende Methoden, Kunst- und Musiktherapie
- Fokus auf mentale Stabilität und Selbstbestimmung
- Kleine Therapiegruppen
- 1:1 Betreuungsschlüssel
- familiäre Atmosphäre
- moderne Einzelzimmer mit Naturblick
- Beratung zu Kostenübernahme durch Krankenkasse
- Besprechung von Nachsorgeangeboten in Wohnortnähe
- Wir sind auch nach Ihrem Aufenthalt immer für Sie da