Historie
Lifespring lebt – auch wegen der Geschichtsträchtigkeit seiner Räume.

Ein geschichtsträchtiger Ort

Der Gebäudekomplex der privaten Sucht- und Entzugsklinik Lifespring lebt. Nicht nur wegen der Menschen, die hier wohnen und schaffen, behandeln und sich behandeln lassen. Sondern auch wegen der Geschichte, die seine Räumlichkeiten zu erzählen haben. Dabei handelt es sich um Geschichte im wahrsten Sinn des Wortes.

SPD-Granden gaben sich die Klinke in die Hand

Klinikgebäude der Lifespring-Privatklinik in Bad Münstereifel, NRW

Denn einst hatte eine Bildungseinrichtung der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in dieser Anlage ihr Quartier. Seit 1971 betrieb sie in bester Lage über den Dächern des idyllischen Kneippheilbads unter dem Namen „Haus Münstereifel“ eine Tagungsstätte. Während der Amtszeit Willy Brandts als Bundeskanzler tagte in der Einrichtung regelmäßig der Vorstand der SPD-Fraktion. Auch die entscheidende Sitzung der SPD-Spitze unmittelbar vor dem Rücktritt Willy Brandts fand hier statt – unter Teilnahme seines späteren Nachfolgers Helmut Schmidt und des damaligen Fraktionsvorsitzenden Herbert Wehner. Später, im Jahr 1985, wurde die Bildungseinrichtung in „Kurt Schumacher-Akademie“ umbenannt – zur Ehrung des ersten SPD-Vorsitzenden nach dem Krieg.

Die Lifespring GmbH übernimmt

Ausblick von der Lifespring-Privatklinik über Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalen (NRW)

Seit 2014 ist diese Ära beendet. Die Kurt-Schumacher-Akademie schloss ihre Pforten, und die Lifespring GmbH als Träger der jetzigen Suchtklinik übernahm. Nach einer intensiven aber mit Rücksicht auf die geschichtsträchtige Bausubstanz behutsamen Umbauphase nahm die Klinik im September 2016 offiziell ihren Betrieb auf.

Eine Spezialklinik, die es besser macht

Die Idee zur Gründung von Lifespring als private Sucht- und Entzugsklinik hatte Dr. Christian Schneider. Pate standen dabei seine eigene Leidenserfahrung als Patient und sein unternehmerischer Pioniergeist. Diesen bewies er bereits, als er nach Chemiestudium in Harvard, Promotion an der ETH Zürich und Tätigkeit am Max-Planck-Institut für Biochemie den Sprung in die Wirtschaft wagte. Zusammen mit Kollegen gründete er ein erfolgreiches Biotech-Unternehmen. Doch auf den Höhenflug folgte die Krise: Erst platzte im Jahr 2000 die Dotcom-Blase und bescherte Schneider herbe Verluste. Dann geriet auch sein Privatleben in Turbulenzen. Schneider stürzte in eine schwere Depression und ließ sich in einer psychosomatischen Klinik stationär behandeln.

Rückblickend betrachtet war es für den ehemals erfolgsverwöhnten Biotech-Unternehmer eine auch im weiteren Sinn ernüchternde Erfahrung. Denn in der Einrichtung wurden Suchtpatienten mit unterschiedlichsten psychosomatischen Erkrankungen einfach «über einen Kamm geschoren». Das brachte ihn auf die Idee, eine Spezialklinik zu gründen, die es besser macht.

„Wir haben uns bewusst auf 20 Zimmer beschränkt, um ein familiäres Ambiente zu garantieren.“

Dr. Christian Schneider
Gründer & Geschäftsführer
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