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Kokainentzug

Kokainentzug

Was ist ein Kokainentzug?

Unter einem „Entzug“ versteht man das freiwillige Freiwerden von einem Suchtmittel. Im Fachjargon bezeichnet man dies auch als Abstinenz. Im vorliegenden Fall bedeutet das also: das freiwillige Freiwerden von der psychoaktiven Droge „Kokain“.

Nebenwirkungen – Welche Symptome und Entzugserscheinungen treten beim Kokainentzug auf?

Beim Kokainentzug werden drei Phasen beobachtet und beschrieben:

  • Die Crash-Phase: Sie kann bereits nach einigen Stunden einsetzen – vor allem nach Beendigung eines wiederholt hoch dosierten Konsums („Runs“, „Binges“). Kennzeichnend für diese Phase ist ein starker physischer und psychischer Einbruch mit ausgeprägter Erschöpfung und einem entsprechend erhöhten Schlafbedürfnis.
  • Hieran schließt sich die zweite Entzugsphase an, welche bis zu einige Tage anhält. Sie wird begleitet von einer ausgesprochen negativen bis depressiven Grundstimmung, die auch in Selbstmord-Gedanken und -Absichten münden kann. Es dominieren als sehr unangenehm empfundene Emotionen, wie z. B. Angst, Gereiztheit, Missmut, Niedergeschlagenheit, Schuldgefühle und Wut. Die Erschöpfungssymptomatik besteht mit Lustlosigkeit, Müdigkeit, (Tages-)Schläfrigkeit sowie depressiver Passivität häufig fort. Aber auch Schlafstörungen, Alpträume, innere Unruhe und Hyperaktivität sowie vermehrter Appetit sind keine Seltenheit.
  • Schließlich kann sich die hierauf folgende sogenannte Löschungsphase (Extinktionsphase) über einen Zeitraum von bis zu zehn Wochen erstrecken. Hier bilden sich zwar die vorangehend geschilderten Entzugssymptome nach und nach zurück. Dennoch können sie zwischendurch immer wieder aufflammen. Dies betrifft auch die erhöhte Selbstmordgefahr, die weit über die zehn Wochen hinaus bestehen bleiben kann.

Wichtig: Alle drei Phasen werden durchweg von einem starken Verlangen nach der Droge bestimmt. Dieses ausgeprägte und langanhaltende sogenannte „craving“ (Suchtdruck) ist für den Kokainentzug besonders typisch. Möglich sind auch wahnhafte Wahrnehmungsstörungen (Kokainpsychose).

Verursacht ein Entzug Schmerzen?

Im Zusammenhang mit dem Kokainentzug werden immer wieder Brustschmerzen als mögliches körperliches Begleitsymptom beschrieben. Hierbei handelt es sich aber wohl eher um eine Begleit- und Folgeerscheinung eines exzessiv-chronischen Kokainkonsums (z. B. Crack-Rauchen) oder einer akuten Kokainvergiftung. Darüber hinaus finden sich keine Hinweise auf das Auftreten entzugsbedingter Schmerzen. Es ist aber natürlich nicht ausgeschlossen, dass jemand die unangenehme Gefühlslage, die mit dem Kokainentzug einhergeht, als seelischen Schmerz wahrnimmt.

Ablauf eines Kokainentzugs

Sucht ist in Deutschland eine anerkannte Diagnose und Krankheit. Insofern hat jeder Abhängigkeitskranke ein Recht auf eine angemessene Behandlung. Sie ist in der Regel mehrteilig und kann sich bei Bedarf auf die folgenden „Behandlungsetappen“ erstrecken:

  • Entgiftung als akutmedizinische Intervention zur Überwachung der Vitalfunktionen und Linderung der Entzugssymptome.
  • Qualifizierter Entzug mit weiterer medizinischer Behandlung des Entzugssyndroms, psychotherapeutischer Ursachenforschung sowie psycho- und komplementärtherapeutisch gestütztem Training zur Suchtbewältigung, Rückfallprophylaxe sowie zu einem künftig suchtfreiem Problemmanagement;
  • Entwöhnung als Maßnahme der medizinischen Rehabilitation zur Verbesserung beziehungsweise Wiederherstellung der ursprünglichen Leistungsfähigkeit;
  • Adaptionsbehandlung als zweite Phase der Reha zur Re-Integration in Alltag, Beruf und soziales Leben;
  • Nachsorge zur weiteren Stabilisierung des bisher Erreichten.

Medikamentös werden im Rahmen der Akuttherapie bei schwerer Angst und Erregung Benzodiazepine (Wirkstoffe mit angst- und krampflösenden sowie beruhigenden und schlaffördernden Eigenschaften) verabreicht. Bei der Ausprägung von psychotischen Erscheinungen werden anti-psychotische Wirkstoffe (z. B. Butyrophenone oder Neuroleptika) eingesetzt. Bei den für den Kokainentzug typischen „Durchhängern“ werden antriebssteigernde Antidepressiva empfohlen. Zur Rückfallprophylaxe sind zum Beispiel stimmungsstabilisierende Psychopharmaka Mittel der Wahl.

Dauer eines Kokainentzugs

Das Kokain-Entzugssyndrom erstreckt sich in seinen unterschiedlichen Ausprägungen über insgesamt drei Phasen (Crash-, Entzugs- und Löschungsphase) mit einer Dauer von bis zu zehn Wochen. Die Länge der anschließenden Postakutphase lässt sich nur schwer abschätzen, da einzelne Entzugssymptome (auch aufgrund zum Teil chronischer Folgeerscheinungen eines unter Umständen jahrelangen Kokainmissbrauchs) noch lange über diese drei Phasen hinaus anhalten können. Auch der Ablauf eines Kokainentzugs mit seinen insgesamt fünf oben beschriebenen Stationen (Entgiftung, Qualifizierter Entzug, Entwöhnung, Adaption und Nachsorge) nimmt ein nur schwer vorhersehbares Zeitfenster in Anspruch. Als Richtwert gelten zwischen drei und neun Monaten.

Dies lässt bereits erahnen: Beim Kokain-Entzug muss man sich auf einen langwierigen Prozess einstellen, der – neben Eigeninitiative – unter Umständen eine ebenso langwierige medizinische sowie psycho- und sozialtherapeutische Begleitung erforderlich macht. Dies gilt umso mehr, als das kokain-typische Craving (=unstillbares Verlangen nach der Einnahme des Stoffs) sich als besonders hartnäckig erweist. Dies bedingt leider ein ebenso langanhaltendes wie hohes Rückfallrisiko.

Kokainentzug zuhause oder in der Klinik?

Ob ein Kokainentzug in Eigenregie erfolgen kann oder unter suchtmedizinischer sowie psycho- und sozialtherapeutischer Betreuung erfolgen sollte, hängt wesentlich ab von:

  • der Schwere und Dauer des Konsums,
  • der persönlichen Stabilität des Betroffenen
  • sowie seinen Lebensumständen und seinem sozialen Umfeld.

Je ausgeprägter die Sucht nach der Droge („craving“), die persönliche Instabilität, ein ungünstiges Umfeld oder sogar ein sozialer Abstieg ist, desto dringender empfiehlt sich eine adäquate Entzugsbehandlung. Dies kann ambulant oder in Fällen, in denen mit besonders schweren Entzugserscheinungen zu rechnen ist, besser stationär erfolgen. Dabei ergibt es sich aus der Natur der Sache, dass bei Entgiftung, Qualifiziertem Entzug sowie Entwöhnung einer stationären Behandlung in der Regel der Vorzug zu geben ist. Dem hingegen macht in der Adaptions- und Nachsorgephase eher eine ambulante Betreuung Sinn, geht es doch hier um den Wiedereinstieg in ein selbstbestimmtes Leben.

Oft gestellte Fragen

Beim Entzug von Kokain werden drei verschiedene Phasen beschrieben:

  • Die Crash-Phase kann, insbesondere bei wiederholt hochdosiertem Konsum, schon nach wenigen Stunden nach Absetzen des Kokains einsetzen. Typisch für die Crash-Phase sind starke psychische und körperliche Einbrüche mit Erschöpfung sowie einem erhöhten Bedürfnis nach Schlaf.
  • Die zweite Phase des Entzugs hält bis zu mehreren Tagen an. Die Grundstimmung ist oft sehr negativ bis depressiv und kann zu Selbstmord-Gedanken führen. Zudem dominieren in dieser Phase Emotionen wie zum Beispiel Angst, Gereiztheit, Schuldgefühle und Wut. Auch Lustlosigkeit, Schläfrigkeit, innere Unruhe und viele weitere Symptome treten auf.
  • Die letzte Phase ist die sogenannte Extinktionsphase (Löschungsphase), die sich über einen Zeitraum von bis zu zehn Wochen erstrecken kann. Die Entzugssymptome bilden sich zurück, können aber zwischendurch wieder aufflammen.

In allen drei Phasen des Kokainentzugs herrscht ein starkes Verlangen nach Kokain. Dieses sogenannte „craving“ ist für den Kokainentzug typisch.

Grundsätzlich gibt es beim Kokainentzug keine Hinweise für ein Auftreten von Schmerzen, die direkt daraus resultieren. Ein mögliches Symptom, das im Zusammenhang mit dem Kokainentzug immer wieder auftritt, sind Schmerzen in der Brust. Dabei ist jedoch eher von einer Begleit- und Folgeerscheinung des exzessiven Konsums oder von einer Kokainvergiftung auszugehen.

Das unstillbare Verlangen nach einer Einnahme des Stoffes (craving), das für den Kokainentzug so typisch ist, erweist sich als sehr hartnäckig und geht mit einem hohen Rückfallrisiko einher. Aus diesem Grund ist der Kokainentzug oft ein langwieriger Prozess, der neben viel Eigeninitiative auch eine lange andauernde medizinische und therapeutische Begleitung erfordert. Mehr dazu

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